Hebeanlage funktioniert nicht mehr – Problemlösungen & Wartung

SFA Entkalker für Hebeanlagen

9.8

GESAMTBEWERTUNG

9.8/10

Positiv

  • 2x 5L Kanister
  • SFA Entkalker schützt vor Schlammung und Ablagerungen
  • Spezialreiniger für schnellen Abtransport der gelösten Stoffe
  • erhöht die Lebensdauer und Funktionalität der Pumpen
  • viele positvie Kundenbewertungen

Negativ

  • keine Bekannt

Wie funktioniert eine Hebeanlage?

Wasser kann nicht bergauf fließen. Aus diesem Grund besteht in jedem Gebäude eine sogenannte Schwerkraftentwässerung, was nichts anderes bedeutet, als das an allen Stellen, an denen Abwasser entsteht, diese so eingerichtet sind, dass das Abwasser abwärts fließen kann. In der Regel hin zum Kanalisationsanschlussrohr, das sich etwa 80 bis 100 cm unter Bodenniveau befindet. Nun gibt es aber bautechnische Besonderheiten, die es verhindern, dass das Abwasser abfließen kann. So zum Beispiel eine Kellerwohnung, deren Niveau größtenteils unterhalb des Kanalanschlusses liegt.


Für solche Fälle gibt es Hebeanlagen. Eine Hebeanlage ist eine Vorrichtung, in der anfallendes Abwasser gesammelt und auf Kanalisationsniveau angehoben wird. Technisch gesehen sind die Hauptbestandteile einer Hebeanlage eine Pumpe sowie ein Sammelbehälter. An der Pumpe ist je nach Bauart ein Schwimmer- oder ein Druckschalter angebracht, wahlweise können es aber auch Sensoren im Sammelbehälter sein, die die Pumpe bei Erreichen eines bestimmten Niveaus einschalten. Diese befördert dann das Abwasser aus dem Sammelbehälter über eine Druckleitung in das höher liegende Kanalisationsanschlussrohr des Gebäudes.

In der Praxis werden Hebeanlagen in Anlagen für die Beförderung von Grauwasser oder von Schwarzwasser unterteilt. Grauwasser bedeutet Abwässer ohne Fäkalienbelastung, Schwarzwasser enthält Fäkalienbestandteile. Dementsprechend ist eine Hebeanlage für Schwarzwasser technisch aufwendiger, da es hier nicht allein um das Anheben des Abwassers geht, sondern auch darum, das fäkalienbelastetes Abwasser nicht in die Umwelt gelangt, um eine Kontaminierung mit Bakterien und Keimen zu vermeiden.

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Natürlich spielt ebenso die Geruchsbelästigung eine Rolle. Hebeanlagen werden im privaten Umfeld überwiegend in Wohnungen eingesetzt, deren Bodenniveau sich unterhalb des Kanalisationsanschlusses befindet, um auch dort die üblichen Einrichtungen wie Toilette, Dusche, Waschmaschine und Handwaschbecken nutzen zu können.

Hebeanlage springt nicht an, was tun?

Selbst bei regelmäßiger Wartung der Hebeanlage kann es zu Ausfällen kommen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass die Pumpe der Hebeanlage nicht anspringt, obwohl der Sammelbehälter voll ist.

Hierfür können verschiedene Fehlerquellen infrage kommen. Die häufigste Ursache findet sich beim Schwimmerschalter beziehungsweise dem Druckschalter der Pumpe oder den verbauten Sensoren zur Messung des Abwasserpegels im Sammelbehälter. In modernen Hebelanlagen werden überwiegend Sensoren verbaut, ältere Hebeanlagen arbeiten noch mit Schwimmerschaltern.

In beiden Fällen ist das Öffnen des Sammelbehälters notwendig. Zuvor sollten aber andere Fehlerquellen ausgeschlossen werden. Es kann auch ein Fehler in der Steuerung oder der Verkabelung vorliegen. Steueranlagen sind mit Mikroprozessoren ausgestattet und besitzen keine mechanisch beweglichen Bestandteile, weshalb hier kaum Fehler auftreten.

Allerdings kann es sein, das nach einem eventuellen Stromausfall die Steuerung nicht mehr richtig funktioniert. In der Verkabelung können es korrodierte Anschlüsse, ein Kabelbruch oder eine defekte Sicherung sein, die das Einschalten der Hebeanlage verhindern. Hier sollte unbedingt ein Fachmann in Form eines Elektrikers oder eines Mechatronikers hinzugezogen werden, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Sind die möglichen Ursachen außerhalb des Sammelbehälters ausgeschlossen, bleibt nur noch der Sammelbehälter inklusive der darin verbauten Pumpe. Um den Sammelbehälter zu öffnen, muss dieser von seinen Anschlüssen gelöst werden. Das bedeutet, das Abwasser aus dem vollen Behälter ausfließt, weshalb hier Vorsorge zu treffen ist. Vor dem Öffnen sollte bedacht werden, ob nicht noch Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Lieferanten der Hebeanlage bestehen? Der geöffnete Sammelbehälter muss nun gründlich gereinigt werden, wozu auch, je nach Bauart, die Sensoren oder der Schwimmerschalter gehören. Eventuell muss der Schwimmerschalter ausgetauscht werden.

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Was mache ich, wenn die Hebeanlage zu oft pumpt?

Pumpt eine Hebeanlage zu oft, kann dies zu Schäden an der darin verbauten Pumpe führen. Die Ursachen für das beständige Einschalten der Pumpe sind recht vielfältig. Zuerst sollten einfach zu überprüfende Fehlerquellen ausgeschlossen werden.

Nicht selten schaltet sich die Hebeanlage häufig ein, weil über einer der Anschlüsse beständig Abwasser zugeführt wird. Bei einer angeschlossenen Dusche oder einem Handwaschbecken ist dies leicht festzustellen. Es können aber auch eine Waschmaschine oder die Toilette sein. Auch hier lässt sich das einfach prüfen, indem das jeweilige Ventil der Wasserzufuhr zugedreht wird. Komplizierter wird es, wenn Abwasser über ein defektes Rückschlagventil der Druckleitung zurück in den Sammelbehälter fließt.

Aber auch das Rückschlagventil lässt sich ausbauen und auf seine Funktionalität prüfen. Scheiden diese Fehlerquellen aus, könnte auch die Steuerung der Hebeanlage verrückt spielen. Je nach Bauart besitzen manche Steuerungen einen Resetknopf, über den die Steuerungsvorgänge wieder in den Normalzustand versetzt werden.

Hilft dies alles nicht, bleiben als Ursache nur noch, wiederum je nach Bauart der Hebeanlage, der Schwimmerschalter, der Druckschalter oder die Sensoren. Ein defekter Schwimmerschalter kann die Pumpe zu früh einschalten, der Druckschalter kann, wie auch die Sensoren, verschmutzt sein. Da bleibt nur, die Hebeanlage zu öffnen, gründlich zu reinigen und wenn ein Schwimmerschalter verbaut ist, diesen auszutauschen. Bei allem nicht vergessen zu prüfen, ob noch Gewährleistungsansprüche bestehen und wenn ein Schwimmerschalter verbaut ist, noch vor dem Öffnen der Hebeanlage ein entsprechendes Ersatzteil zu beschaffen, da Schwimmerschalter nicht einfach zu reparieren sind und es schon Fachkenntnisse braucht.


Welche Ursache gibt es, wenn die Hebeanlage brummt?

Eine brummende Hebeanlage ist immer Anlass zur Sorge, selbst wenn sie noch läuft. Meist jedoch bedeutet das Brummen, das sich der Motor der Pumpe nicht mehr dreht. Wobei dies das kleinere Übel darstellt. Brummt ein noch laufender Motor, so ist sein vollständiges Ende nah. Ist der Motor jedoch nur blockiert und brummt deshalb, lässt sich das beheben.

Jede Hebeanlage ist mit einer Pumpe ausgestattet, die das Abwasser über die Druckleitung in den Kanalisationsanschluss befördert. Die Pumpe wiederum besteht aus dem Antriebsmotor sowie dem angeflanschten Pumpengehäuse mit der darin befindlichen Schnecke. In seltenen Fällen kann es vorkommen, das die Welle (Rotor) des Antriebsmotors beispielsweise durch zu große und feste Partikel im Abwasser zu viel Spiel in ihrem Lager bekommt. Dann läuft der Motor zwar noch, brummt jedoch durch die „eiernde“ Welle und wird über kurz oder lang heißlaufen und sich verklemmen, was das vollständige Aus der Pumpe bedeutet, da die Reparatur teurer als die Neuanschaffung ist.

In der Regel jedoch brummt die Pumpe der Hebeanlage, weil ihr Motor blockiert ist. Das kommt beispielsweise häufig vor, wenn die Hebeanlage längere Zeit nicht in Betrieb war. Dann können Rückstände im Pumpengehäuse die Schnecke und damit auch den Motor blockieren. Mitunter hilft dagegen das mehrfache Ein- und Ausschalten der Pumpe über die Sicherung, da beim Anlaufen die erhöhte Stromaufnahme einen kleinen Ruck auslöst, der die Ablagerungen lösen kann. Bleibt auch das ohne Wirkung, bleibt nur der schwere Weg, die Pumpe aus der Hebeanlage auszubauen, das Pumpengehäuse abzuschrauben und zu reinigen.

Hebeanlage Entkalker Spezial
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Was tun, wenn Sanibroy Hebeanlage nicht abpumpt?

Die Möglichkeiten, warum eine Sanibroy Hebeanlage nicht abpumpt, sind im Detail betrachtet zahlreich. In der Praxis jedoch beschränkt sich die Fehlfunktion auf wenige Ursachen.

Gar nicht so selten wird der Fehler schon bei der Installation der Sanibroy Hebeanlage begangen, indem das Gefälle der Zuleitungen zu gering ausfällt. Dann bleibt das Abwasser aus Dusche oder Toilette im Zuleitungsrohr stehen. Mindestens 3 % muss das Gefälle von der Einleitungsstelle bis zum Sammelbehälter der Hebeanlage betragen. Ist dies so weit in Ordnung, sollten zunächst periphere Ursachen gesucht werden, um die Funktionalität der Sanibroy Hebeanlage zu prüfen. So etwa ein Stromunterbruch durch eine defekte Hauptsicherung, den FI-Schalter, die Steckdose oder das Netzkabel der Sanibroy Hebeanlage. Auch das Rückhalteventil in der zum Kanalisationsanschluss führenden Druckleitung könnte defekt sein.

Sind diese möglichen Fehlerquellen gecheckt und in Ordnung, bleibt nur die Hebeanlage selbst. Bei schlecht oder überhaupt nicht gewarteten Hebeanlagen kann es vorkommen, dass die Zuleitungen mit der Zeit zusetzen, aber das würde schon früher bemerkt werden. Dann bleibt nur die eingebaute Pumpe mit ihren Bestandteilen. Eine Sanibroy Hebeanlage verfügt über einen sogenannten Pressostaten, einen Druckschalter statt eines Schwimmerschalters.

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Dieser kann verstopft oder auch die im Schalter befindliche Menbran defekt sein. Auch der dahinter liegende Mikroschalter ist dann meist beschädigt. Die Reparatur des Pressostaten benötigt Fachkenntnisse oder er wird komplett ausgetauscht. Einlagerungen von Fremdpartikeln können das Pumpenrad der Pumpe blockieren. In beiden Fällen ist der Ausbau der Sanibroy Hebeanlage notwendig, um das Pumpengehäuse zu öffnen oder den Pressostaten auszutauschen.

Wie erkenne ich, wenn bei der Hebeanlage der Schwimmer hängt?

Je nach Bautyp verfügt eine Hebeanlage über einen Schwimmer oder Schwimmerschalter. Das ist ein nur durch ein Kabel mit der Pumpe verbundenes kleines wasserdichtes Gehäuse, das auf der Wasseroberfläche des Sammelbehälters schwimmt. Im Inneren dieses Gehäuses befindet sich eine Metallkugel, die in einer Bahn hin und herläuft, je nach Wasserstand.

Beim Kontakt der Kugel am jeweiligen Ende der Bahn wird ein elektrischer Impuls ausgelöst und so die Pumpe der Hebeanlage ein- oder ausgeschaltet. Bei niedrigem Wasserstand rollt die Kugel nach unten und schaltet ab, bei hohem Wasserstand rollt sie zurück und schaltet ein. Es gibt noch andere Bauformen des Schwimmerschalters, das Prinzip beruht aber immer auf der Schwerkraft.

Wenn die Hebeanlage entweder beständig pumpt oder eben überhaupt nicht pumpt, kann dies ein Zeichen dafür sein, das der Schwimmerschalter hängt. Das schließt jedoch andere Ursachen nicht unbedingt aus. Leider gibt es für Schwimmerschalter in Hebeanlagen keine Prüftaste. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Anschlüsse des Schwimmerschalters nach außen zu führen, praktisch eine Schleife zu legen, um bei Bedarf den Schwimmerschalter zu überbrücken und so zu prüfen, ob die Pumpe ordnungsgemäß funktioniert.

Bei herkömmlichen Hebeanlagen ist dies jedoch nicht vorgesehen. Manchmal besitzt das Gehäuse der Hebeanlage eine Wartungsluke, die aufgeschraubt werden kann. Über diese Wartungsluke kann zumindest eine Sichtprüfung vorgenommen werden, ob der Schwimmerschalter noch frei schwimmt oder irgendwo hängt. Letztlich bleiben aber nur die Öffnung der Hebeanlage und der Austausch des Schwimmerschalters. Die Reparatur eines Schwimmerschalters gelingt einem Laien in der Regel nicht, da das Gehäuse des Schwimmerschalters wasserdicht verpresst ist.


Fazit: Wie Hebeanlage reinigen?

Wann muss eine Hebeanlage gereinigt werden?

Die meisten Hersteller von Hebeanlagen empfehlen ihren Kunden eine jährliche Wartung der Hebeanlage. Im gewerblichen Bereich ist dies sogar vorgeschrieben. Die Wartung beinhaltet in der Regel auch die Reinigung. Wer eine Hebeanlage im privaten Gebrauch hat, sollte auf jeden Fall eine regelmäßige Reinigung vornehmen.

Immerhin wird eine Hebeanlage einer recht hohen Belastung ausgesetzt, ob nun eine Hebeanlage für Grauwasser (Dusche, Handwaschbecken, Waschmaschine) oder eine Hebeanlage für Schwarzwasser (Toilette). In beiden Fällen werden oft aggressive sowie stark haftende Bestandteile im Abwasser mitgeführt. Ein weiteres Problem ist der Kalk im Abwasser, im Besonderen, weil auch erwärmtes Wasser aus der Waschmaschine oder der Dusche durch die Hebeanlage läuft und sich Kalk in diesem Medium besser absetzt. Zumindest alle drei Monate sollte eine Reinigung durchgeführt werden.

Wie reinige ich eine Hebeanlage?

Wird die Hebeanlage regelmäßig gereinigt, schont das deren Bestandteile und erhöht die Lebensdauer. Zunächst wird die Hebeanlage abgeschaltet, in der Regel über die Sicherung oder den FI-Schalter. Danach wird ein Kalkreiniger, es kann auch Essig sein, entweder über eine der Zulaufstellen (Handwaschbecken oder Toilette) oder ein eventuell vorhandenes Entlüftungsrohr in die Hebeanlage eingefüllt. Die Betriebsanleitung der Anlage kann Auskunft darüber geben genauso wie das Etikett über die Einwirkzeit des Reinigers.

Danach sollte das Mittel für mindestens 30 Minuten einwirken, besser ist eine Stunde, da im Sammelbehälter meist noch Abwasser steht, das verdünnend wirkt. Nach der Einwirkzeit kann die Hebeanlage wieder eingeschaltet werden. Am besten ist es, den Wasserhahn eines angeschlossenen Handwaschbeckens zu öffnen, um so in der Hebeanlage mehrere Pumpvorgänge hintereinander zu veranlassen, die alle gelösten Schmutzpartikel wegspülen.

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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