Wer zahlt Sturmschäden am Dach?

Wissen was nach einem Sturmschaden zu tun ist

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9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • an den Rändern doppellagig verstärkt
  • reissfest gewebt und laminiert
  • wasserabweisend
  • für lange Lebensdauer
  • leicht abwaschbar

Negativ

  • keine Bekannt

Sturm-Schäden am Dach: Wer haftet?

Wissenschaftler machen den „Klimawandel“ für die seit Jahren vermehrt auftretenden heftigen Stürme verantwortlich. Wiederum andere Wissenschaftler vertreten die Meinung, solche klimatischen Veränderungen hat es schon immer gegeben.

Von Sturmschäden am Dach betroffene Hausbesitzer beschäftigt weniger die Frage, warum solche Stürme immer häufiger auftreten. Sie haben ganz andere Sorgen. Sturmschäden können richtig ins Geld gehen. Die Frage, wie sollen die Reparaturen finanziert werden hat klar Priorität.

Ob sich solche Stürme vermeiden liessen, wenn die verantwortlichen Politiker anstelle vieler teuren, ergebnislosen Treffen endlich einmal handeln würden, um die Klimaerwärmung zumindest mal zu drosseln ist wohl nicht gänzlich erwiesen. Aber es sind leider keine ernsthaften Bemühungen ersichtlich.

Wirtschaft und Kommerz scheinen den Politikern nach wie vor wichtiger zu sein, man möchte ja wieder gewählt werden. Wiederwahlen sind nur gesichert wenn das wirtschaftliche Umfeld den Menschen einen gewissen Wohlstand bietet.

Beeindruckende Zahlen erklären häufige Sturmschäden am Dach

Durch den unvergesslichen Wintersturm Kyrill vom 18/19 Januar 2007 entstand den Versicherungen ein Schaden von nicht weniger wie gute 2 Milliarden Euro. Rund 2 Millionen Schadenfälle wurden den Versicherungen gemeldet. Dreizehn Menschen verloren bei diesem Ereignis sogar ihr Leben.

Schon der Orkan-Sturm Lothar der zu Weihnachten 1999 mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h über Europa hinweg fegte brachte Tod, Verderben und riesige Schäden. Mehr als hundert Menschen verloren in Europa ihr Leben, davon alleine in Deutschland 13 Personen. Die Schadenssumme wurde in Deutschland mit 800 Millionen Euro beziffert. 

Die Gebäudeversicherer sind verständlicherweise von dieser Entwicklung, immer öfters, immer stärkere Stürme wenig begeistert. Hinter den Versicherern stehen Investoren und Aktionäre. Jeder Schadenfall mindert die Gewinnausschüttung.

Wenn der Sturm gleich das ganze Dach abgedeckt hat.
Wenn der Sturm gleich das ganze Dach abgedeckt hat.

Um die Schadenregulierungen zu senken werden in den Policen Vorbehalte „eingebaut“. Im Klartext:

  • Schäden werden nur noch übernommen, wenn ein Haus gegen mögliche Ereignisse wie Sturm und Wasser den vorgegeben Schutzmassnahmen entspricht.
  • Häuser an Flüssen die regelmässig überflutet werden, können teilweise nicht mehr gegen Wasserschäden durch Überflutung versichert werden.
  • Für Hochwasserschutz bei gefährdeten Liegenschaften ist angeblich seitens des Staates kein, oder nur sehr beschränkt Geld vorhanden.
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Juristische Spitzfindigkeiten können betroffene Hausbesetzer an den Rand der Verzweiflung bringen.

Was ist ein starker Wind und ab wann werden Winde als Sturm eingestuft. Die Messeinheit ist die Beaufort-Skala.

Laut dem Gesetzgeber und Versicherungsrecht ist alles was unter einem Wert von 8 Beaufort liegt wird als Wind einzustufen. Sturmschäden am Dach können also erst ab diesem Wert von der Versicherung eingefordert werden. NUR wie kann bewiesen werden dass der Sturm lokal diesen Wert erreicht, oder gar überschritten hat. Windgeschwindigkeiten können lokal variieren.

Freistehende Gebäude müssen mit stärkeren Winden rechnen wie Häuser in Wohngegenden wo der Wind Widerstand antrifft. Je nach Kulanz des Versicherers können schon an dieser Stelle Diskussionen entstehen. Zum Beispiel wenn sich die Versicherung darauf beruft, die Windgeschwindigkeiten wären im Mittel unter diesem Wert gemessen worden.

Lesen Sie auch: Dachpappe verlegen

Versicherungen und ihre Tücken

Als Hausbesitzer sollte man sein Eigentum möglichst sinnvoll versichern. Auf eine Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung zu verzichten, ist mehr wie leichtsinnig. Die Versicherungen machen Vorgaben in welchem baulichen Zustand ein Haus sein muss um versichert werden zu können.

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Einen Sturm von 12 Beaufort muss ein Haus schadlos überstehen können. Es dürfen sich auch keine Teile lösen wie zum Beispiel Ziegel. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 133 km/h.

Grundbesitzer müssen auch dafür sorgen, dass Bäume auf dem eigenen Grundstück 2x pro Jahr auf Standfestigkeit überprüft werden. Richtet ein umfallender Baum dennoch Drittschäden an, müssen diese Schäden vom Eigentümer des Baumes getragen werden.

Dagegen kann man sich nur mit einer Grundstücks-Eigentümer-Haftpflichtversicherung absichern.

Eine Gebäudeversicherung ist eine sehr komplexe Materie. Hausbesitzer sind gut beraten sich vor Abschluss kompetent beraten zu lassen. Besonders den Ausschlussklauseln muss grosse Beachtung geschenkt werden.

Mündlich gemachte Zusagen des Versicherungsagenten sind bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung irrelevant.

Auch schwerer Hagelschlag kann ein Dach beschädigen.
Auch schwerer Hagelschlag kann ein Dach beschädigen.

Schwachpunkt bei starken Winden: Das Dach

Schon kleinere Stürme lassen immer wieder Ziegel durch die Gegend fliegen. Solche Schäden sind vergleichsweise klein, können aber Drittschäden anrichten, zum Beispiel geparkte Autos beschädigen.

Werden ganze Teile des Daches weggefegt, kann sich der Schaden sehr schnell vervielfachen. Ein Gutachten von einem Sachverständigen kann solche böse Überraschungen verhindern.

Bei älteren und alten Dächern ist es angebracht im Bedarfsfall ein Dach sturmfest zu machen. Je nach Zustand und Alter eines Hauses kann eine Versicherung darauf bestehen um ein Gebäude überhaupt versichern zu können.

Muss ein Dach komplett saniert werden, kann auch ein finanzieller Zuschuss bei den Ländern beantragt werden. Die Bundesländer haben jedoch unterschiedliche Richtlinien zur Vergabe solcher Zuschüsse.

Hausbesitzer können jedoch bei an sich noch guten Dächern Vorsorge tragen. Damit können die Gefahren bei starken Winden minimiert werden. Ein Dachdecker des Vertrauens kann beauftragt werden ein Dach zu inspizieren und Gefahrenherde zu eruieren und zu entschärfen.

Zum Beispiel einzelne lose Ziegel wieder fachgerecht zu befestigen. Schon ein einziger weggeblasener Ziegel kann die Ursache für grössere Schäden sein.

Augenscheinlich undichte Stellen können mit diversen Materialien wie Bitumen leicht repariert werden. Damit Regenwasser ungehindert abfliessen kann sollten die Dachrinnen nach dem Laubfall der Bäume im Herbst gereinigt werden.

Etwas aufwendigere Dachsanierungen lohnen sich jedoch nur wenn Unterdach, Dachlattung und Dachstuhl noch gut sind. So wie wir nun bald jedes Jahr einen neuen „Jahrhundert-Sturm“ zu beklagen haben, könnte es durchaus vorkommen dass wieder einmal Unmengen an Schnee fallen. Morsche Holzkonstruktionen würden solche Gewichte möglicherweise nicht mehr tragen können.

Prioritäten setzen

Natürlich wohnen wir alle gerne gut und gemütlich. Oft wird aber vergessen, dass uns dies nur ein Dach in tadellosem Zustand ermöglicht. Leckt ein Dach, ist es aus mit der Gemütlichkeit. Fliegt uns das Dach schon bei vergleichsweise kleinen Stürmen um die Ohren, wird es ebenfalls ungemütlich. Bevor also in ein Luxusbad viel Geld investiert wird sollte geklärt werden ob das Dach auch wirklich hält was es verspricht.

Ein Dach über dem Kopf.

Eine regelmässige Inspektion durch ausgewiesene Fachleute lässt uns gut schlafen, auch wenn draussen der Wind pfeift. Ein sicheres Dach in Verbindung mit einer seriösen Gebäudeversicherung kann sehr viel Ärger und finanzielles Ungemach verhindern.

Um Sturm-Schäden am Dach von den Versicherungen einfordern zu können ist es unabdingbar die entsprechenden Policen einer sehr genauen Überprüfung zu unterziehen. Vorbehalte der Versicherer müssen peinlichst genau eingehalten werden.

Fotos und Belege von ausgeführten Sicherungsmassnahmen können im Streitfall entscheidend sein. Wer kann, sollte sich Beanstandungen der Versicherung nach der Reparatur direkt schriftlich bestätigen lassen.

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