Trockenbauprofile – Übersicht und Varianten für Ständerwerk

Stanley Blechschere für Trockenbauprofile

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • Robust & langlebig
  • Maximaler Komfort
  • Vielfältig einsetzbar
  • chromveredelte Scherenteile
  • doppelt beschlagene Federung für eine lange Lebensdauer

Negativ

  • keine Bekannt

Wie unterscheiden sich Trockenbauprofile?

Bei Trockenbauprofilen gibt es die verschiedensten Varianten. Je nach Einsatzzweck eignet sich das eine besser als das andere. Die wichtigsten und auch die bekanntesten Profile für den Einbau von Trennwänden sind auf der einen Seite die U-Profile für den Boden und die Decke sowie auf der anderen Seite die C-Profile für Seiten und alle anderen vertikalen Bauteile.


Im Groben unterscheidet man bei den Trockenbauprofilen zwischen den Folgenden:

CW-Profil – diese werden senkrecht in ein U-Profil eingesetzt. Daran lassen sich im Anschluss Gipskartonplatten sehr gut befestigen. Es ist wichtig, dass man bei der Montage darauf achtet, dass die offene Seite immer in die gleiche Richtung zeigen muss.

UW-Profil – diese verwendet man für Vorsatzschalen und für Trennwände. Man kann auch sagen, dass sie den waagerechten Rahmen für die Unterkonstruktion darstellen und als Führungsschiene für die CW-Profile dienen. Im Gegensatz zu den CW-Profilen sind bei diesem Profil die Kanten nicht nach innen gebogen.

UA-Profil – dieses Profil setzt man immer dann ein, wenn beim Gewicht besondere Anforderungen an den Metallrahmen der Wand gestellt werden. Zumeist handelt es sich hier um ein verstärktes senkrechtes Standprofil.

UD-Profil – diese verwendet man meist für Deckenkonstruktionen mit einem umlaufenden waagerechten Wandabschluss. Dazu werden die CD-Profile in diese Elemente eingehängt.

CD-Profil – diese dienen als Tragekonstruktion für Gipskartonplatten an der Decke.

Türsturzprofil – wird verwendet zum Anschlagen von Türen und Türzargen.

iluminize LED Trockenbau-Profil zum Herstellen einer Lichtvoute für 12,5 mm Gipsplatten, 150 cm lang (VT Lichtvoute)
Trockenbauprofile Bewegungsfugenprofil für den Trockenbau, 25 Meter, PVC weiß Weiß 2500
50 x PVC Einfassprofil 12,5 mm ungleichschenklich 250 cm = 125 lfdm GKP Gipskartonplatte Trockenbauprofil Kantenprofil Einfaßprofil 12,5mm

Warum immer das passende Trockenbauprofil verwenden?

Die Trockenbauprofile sind ein Teil der Trockenbaukonstruktion. Dies bedeutet, dass sie thermische und auch feuchtebedingte Verformungen und Bauteilbewegungen aushalten müssen, ohne dass sie dabei reißen. Des Weiteren müssen die Trockenbauprofile auch den Anforderungen an den Wärme-, Schall- und Brandschutz zu jederzeit gerecht werden. Aus diesem Grund müssen die Profile auf alle Bewegungen reagieren und dabei doch dicht sowie in intakt bleiben.

Durch spezielle Trockenbauprofile aus Kunststoff oder auch aus Metall kann man sich sowohl die Planung wie auch die Montage von Ständerwänden, Abhängern, Vorwänden sowie Wand- und Deckenverkleidungen deutlich erleichtern. Aus diesem Grund bieten die meisten Hersteller von Gipsplatten oder anderen Trockenbausystemen auch immer die passenden Profile und Verbindungsmittel an. Für Dehnfugen sollte man immer ein spezielles Trockenbauprofil verwenden. Hier dient das weiche Material in der Mitte des Profils als sogenannte Dehnungszone, die Bewegungen bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann.

Wie finde ich die richtigen Profile für den Trockenbau?

Fachbetriebe wissen meist sehr gut, welche Trockenbauprofile sie für welche Arbeiten einsetzen müssen. Beim Laien oder beim Heimwerker sieht das meist schon ganz anders aus. Sucht man im Baumarkt nach den passenden Trockenbauprofilen, ist man von der großen Auswahl schnell überfordert und weiß nicht, worauf man wirklich achten muss, damit die fertige Arbeit ansprechend aussieht und vor allen Dingen auch der gewünschte Effekt erzielt wird.

Bevor man sich als an das Einkaufen der Profile macht, sollte man sich genau informieren. Sehr gute und auch ausreichende Informationen bekommt man im Internet auf den entsprechenden Seiten von Profis, Bauportalen und dergleichen. Möchte man sich darauf jedoch nicht verlassen, weil es eventuell verwirrend klingt oder durch zu viele Fachbegriffe dargestellt wird, sollte man sich an einen Fachbetrieb direkt vor Ort wenden. Hier bekommt man meist nicht nur die entsprechenden Tipps und Hinweise, sondern kann die Trockenbauprofile direkt an Ost und Stelle kaufen.

Bei späteren Fragen kann man meist erneut seine Fragen stellen und wird in der Regel auch die entsprechenden Antworten bekommen. Hat man schon ein wenig Grundkenntnisse zum Thema Trockenbauprofile, kann man sich auch weiterführende Informationen direkt in einem Baumarkt holen. Dort bekommt man entweder entsprechende Broschüren oder kann sich auch direkt von einem der Mitarbeiter beraten lassen. Auch hier besteht dann die Möglichkeit die benötigten Materialien direkt zu kaufen und so immer einen Ansprechpartner zu haben, wenn es während der Bauarbeiten zu weiteren Fragen oder Problemen kommt.


UW-Profil / Aussehen und Verwendung?

Es handelt sich beim UW-Profil um kaltverformte Stahlbleche mit einem U-förmigen Querschnitt nach EN 14195. Vornehmlich wird das UW-Profil als Randprofil für Wände und frei tragende Decken verwendet. Solche Profile haben meist eine Flanschbreite von 40 mm und Steghöhen von 50, 75, 100, 125 oder 150 mm.

Die nennblechficke liegt bei 0,6 mm. In der Regel haben diese Profile eine Länge von 4000 mm – es gibt sie aber auf Wunsch auch in diversen Sonderlängen. Als weiteres Zubehör benötigt man Trennwandkitt, um die Anschlüsse abzudichten.

CW-Profil / Aussehen und Verwendung?

Bei den CW-Profilen wird unterschieden zwischen CW-profil C5M einem kaltverformten Stahlblechprofil mit einem C-förmigen Querschnitt nach EN 14195 und einem C5M Korrosionsschutz. Wird meist verwendet zur Durchführung von Elektrokabeln mit den entsprechenden Stanzungen. Die Flanschbreite beträgt hier 50 mm. Bei der Steghöhe hat man die Wahl zwischen 50, 75 und 100 mm. Die Nennblechdicke liegt bei 0,6 mm. Bei der Länge hat man die Wahl zwischen 2600, 3000, 3500, 4000 mm und Sonderlängen.

Als Zubehör benötigt man hier das Drystar-Board, eine spezial-Gipsplatte für Feucht- und Nassräume. Das CW-profil gibt es mit den gleichen Eigenschaften auch in der Korrosionsschutzklasse C3. Die Eigenschaften sind die gleichen wie bei C5M. Gleiches gilt auch für die Längen sowie für das Zubehör. Wird kein Korrosionsschutz benötigt, kann man auch zu den einfachen CW-Profilen. Diese haben die gleichen Eigenschaften und Längen jedoch ohne bestimmten Korrosionsschutz.  Als Zubehör wird hier der Trennwandkitt zum Abdichten empfohlen.

UA-Profil / Aussehen und Verwendung?

Auch hier hat man die Wahl zwischen UA-Profilen mit Korrosionsschutz. Diese werden dann als UA-Profil C3 oder C5M angeboten. Des Weiteren bekommt man das UA-Profil auch ohne Langloch oder als gebogene Variante. Das UA-Profil ohne Langloch wird an Wänden, Decken und im System Cubo verwendet. Es hat eine Flanschbreite von 40 mm und Steghöhen von 50, 75, 100, 125 oder 150 mm.

Die nennblechdicke beträgt hier 2 mm. Die gebogene Variante des UA-Profils verwendet man bei Designdecken, Kuppeln oder bei gebogenen Deckenelementen. Auch hier beträgt die Flanschbreite 40 mm. Bei der Steghöhe hat man die Wahl zwischen 50, 75 und 100 mm. Die nennblechdicke liegt auch hier bei 2 mm. Als Zubehör kommt hier die formbare Gipsplatte für alle Design-Lösungen in Betracht.


CD-Profil / Aussehen und Verwendung?

Das CD-Profil bekommt man sowohl mit Korrosionsschutz in der Ausführung C5M wie auch als normales Profil sowie in der gebogenen Form. Die normale Ausführung wird meist als Grund- oder Tragprofil eingesetzt und kommt bei abgehängten Decken zum Einsatz. Die Flanschbreite beträgt hier 60 mm und die Steghöhe liegt bei 27 mm. Die Nennblechdicke beträgt bei diesem Profil 0,6 mm. Man bekommt das Profil in den Längen 2600, 3100, 4000, 1190 mm und in Sonderlängen.

Als Zubehör kommen die verschiedensten Komponenten zum Einsatz, die je nach Verwendungszweck ausgewählt werden müssen. Das gebogene CD-Profil wird bei Designdecken, Kuppeln oder bei gebogenen Deckenelementen verwendet. Es hat die gleichen Eigenschaften wie das normale CD-Profil und ist sowohl in einer konkaven wie auch konvexen gebogenen Form erhältlich. Als Zubehör kommt hier wiederum die formbare Gipsplatte für alle Design-Lösungen zum Einsatz.

UD-Profil / Aussehen und Verwendung?

Das UD-Profil bekommt man in der Standardausführung, aber auch in den Ausführungen mit Korrosionsschutz als C3 oder als C5M Ausführung. Das UD-Profil besteht aus einem kaltverformten Stahlblech mit einem U-förmigen Querschnitt nach EN 14195 und wird als Randprofil bei abgehängten Decken und bei Wandverkleidungen eingesetzt.

Dieses Profil hat eine Flanschbreite von 28 mm und eine Steghöhe von gleichschenklig 27 mm oder ungleichschenklig 27 und 48 mm. Die Nennblechdicke liegt bei 0,6 mm. Das UD-Profil bekommt man in der Länge 3000 mm oder als Sonderlänge.

Anschlusswinkel / Aussehen und Verwendung?

Anschlusswinkel bekommt man sowohl als Anschlusswinkel GL wie auch als normalen Anschlusswinkel. Der normale Anschlusswinkel besteht aus einem kaltgeformten verzinkten Stahlblechprofil nach EN 10346. Bei der gelochten Variante sind die ausgestanzten Löcher zur einfachen Montage bereits vorhanden.

Die Schenkellänge beträgt hier je 100 mm bei einer Höhe von 75 mm, 125 mm, 175 mm, 225 mm oder 275 mm. Die Nennblechdicke liegt bei 2 mm. Der Anschlusswinkel GL ist zur einfachen und kraftschonenden Montage immer mit Löchern versehen. Die Eigenschaften entsprechen hier dem normalen Anschlusswinkel.

Eckschutzprofil / Aussehen und Verwendung?

Das Eckschutzprofil gibt es in unterschiedlichen Ausführungen mit einem 90 Grad Winkel. Das Göppinger Profil kommt bei Dehnfugen und offenen Plattenkanten zum Einsatz. Der Metallwinkel ist hier mit einem Spezialpapier ummantelt.  Die Länge für dieses Profil beträgt 3000 mm.

Das Eckschutzprofil Dallas nutzt man zum Schutz von Außenecken. Auch hier ist das Profil mit einem Spezialpapier ummantelt. Man bekommt dieses Profil in den Längen 2600 mm, 2800 mm und 3000 mm. Das Eckschutzprofil Las Vegas setzt man zum Schutz von Innenecken ein. Auch hier wurde ein Spezialpapier zur Ummantelung. Auch dieses Eckschutzprofil bekommt man in den Längen 2600 mm, 2800 mm und 3000 mm.

Angebot
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  • Schraubtiefe kann stufenlos eingestellt werden

Schnellbauschrauben / Aussehen und Verwendung?

Schnellbauschrauben gibt es in den verschiedenen Ausführungen. Die Schnellbauschraube TN hat ein Grobgewinde und eine Nagelspitze. Sie besteht aus unlegiertem Stahl und wird zur Verankerung von Abhängern und Deckenverkleidungen aus Holz verwendet.

Die Schnellbauschraube TN besteht aus einem selbstschneidenden Blechschraubengewinde und einer Bohrspitze aus unlegiertem Stahl. Durch eine Phosphatierung ist sie korrosionsgeschützt. Die Schnellbauschraube TN hat ein selbstschneidendes Feingewinde und eine Nagelspitze aus unlegiertem Stahl. Sie ist ebenfalls durch eine Phosphatierung korrosionsgeschützt.


Fazit: Ist die Auswahl der Trockenbauprofile eine Wissenschaft?

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Auswahl der Trockenbauprofile durchaus eine Wissenschaft für sich ist. Insbesondere dann, wenn man die falschen Trockenbauprofile verwendet, sieht das fertige Bauwerk nicht nur unschön aus, sondern es kann sehr schnell auch Risse und andere Schäden aufweisen. Des Weiteren ist die Verarbeitung mit falschen Trockenbauprofilen vielfach auch nicht möglich und gerade als Laie wundert man sich dann, warum es nicht so funktioniert, wie man es von den Profis kennt.

Gerade wenn man als Heimwerker zum ersten Mal mit Trockenbauprofilen arbeitet, sollte man sich im Vorfeld ausreichend Informationen sammeln und sich auch nicht scheuen einen Profi, um Rat zu fragen.

Die Devise lautet hier durchaus – lieber einmal mehr um Rat fragen, als sich am Ende zu ärgern und die Arbeit im schlimmsten doppelt zu erledigen oder durch einen Fachmann gegen hohe Kosten ausbessern lassen. Gerade in Baumärkten bekommt man als Heimwerker immer gute Tipps und Informationen rund um Trockenbauprofile, sodass man sich auch guten Gewissens an die Arbeit machen kann, selbst wenn man im Vorfeld nicht wirklich Kenntnisse über die Materie hatte.

Möchte man nicht im Baumarkt nachfragen, dann bieten sich eine Reihe von Filmen im Internet an, die meist Schritt für Schritt zeigen, wie man vorgehen muss, damit das Endergebnis auch wirklich befriedigend ist.

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