Wie Ausgleichsmasse berechnen?

DEWEPRO Bodenbeschichtung Set

9.8

GESAMTBEWERTUNG

9.8/10

Positiv

  • Komplett Set
  • ideal für die Verarbeitung von flüssigen Werkstoffen
  • Stachelwalze
  • Nagelschuhe
  • Stehrakel

Negativ

  • keine Bekannt

Ausgleichsmasse ist in den meisten Fällen das Mittel der Wahl, wenn ein schiefer oder stellenweise unebener Fußboden erneuert werden soll. Außerdem kann sie auf einem alten Fußboden (zum Beispiel auf Fliesen) eingesetzt werden, um den Untergrund ohne besonders großen Aufwand zu erneuern.


Wie viel Ausgleichsmasse brauche ich?

Der Bedarf an Ausgleichsmasse ist immer individuell verschieden. Vor allem hängt er ab von den Unebenheiten beziehungsweise der Schieflage des Fußbodens: In jedem Fall muss die Ausgleichsmasse so gegossen werden, dass alle Unebenheiten darunter verschwinden und ein Fußboden mit vollständig einheitlichem Niveau entsteht.

Der Bedarf an Ausgleichsmasse ist also vor allem abhängig von der benötigten Schichtstärke. Wie viel Ausgleichsmasse pro Quadratmeter je Millimeter Schichtstärke benötigt wird, kann je nach gewähltem Fabrikat unterschiedlich sein. Hier kann allerdings ein Richtwert von 1,7 – 1,8 Kilogramm genannt werden.

Knauf 125265 20 kg Bodenausgleichsmasse, zementgrau
Schnellbindende Ausgleichsmasse, Bodenausgleichsmasse, Nivelliermasse (1-15mm)
Ausgleichsmasse ATLAS SAM 500 25Kg selbstnivellierend Kalksulfat Basis 20-60 mm

Wichtig ist, hier eher etwas großzügiger als zu knapp zu rechnen und die Ausgleichsmasse exakt nach Herstellervorgaben anzumischen. Nur so ist gesichert, dass sie wunschgemäß trocknet und aushärtet und anschließend exakt die gewünschte Schichtstärke aufweist. Es ist allerdings sinnvoll, immer nur kleinere Mengen Ausgleichsmasse anzumischen: Wird noch mehr Material benötigt, kann selbiges schnell hergestellt werden. Umgekehrt wäre es schade, überschüssige, aber bereits angerührte Ausgleichsmasse entsorgen zu müssen. Immerhin ist Ausgleichsmasse im Einkauf nicht ganz billig.

Wie hoch darf Ausgleichsmasse sein?

Bei der Höhe, also der notwendigen Schichtstärke der fertig getrockneten Ausgleichsmasse, gibt es generell keine fixen Vorgaben. Natürlich muss die Ausgleichsmasse immer so gegossen werden, dass alle Unebenheiten ausgeglichen werden, was freilich individuell sehr verschieden sein kann.

In der Praxis liegt die Schichtstärke von Ausgleichsmasse meistens zwischen 3 und 15 Millimeter, sie kann aber auch noch deutlich dicker werden. Einige Hersteller werden damit, dass ihre Ausgleichsmasse auch bis zu 50 mm dick gegossen werden kann. Dies wird jedoch nur in seltenen Fällen so gemacht, da Ausgleichsmasse ein vergleichsweise teurer Baustoff ist.

Meistens wird daher keine derart dicke Schicht aus Ausgleichsmasse gegossen, sondern die Schieflage des Untergrundes zuerst mit anderen Mitteln ausgeglichen. Dies kann beispielsweise mit anderen anzumischenden Baustoffen (zum Beispiel Beton oder Fließestrich) erfolgen, je nach individuellen Gegebenheiten ist aber möglicherweise auch eine Begradigung des Untergrundes in Trockenbauweise möglich. Dies kann dafür sorgen, dass deutlich weniger Ausgleichsmasse benötigt wird. Unter gewissen Umständen ist sie durch einen Alternativen Ausgleich des Untergrundes sogar komplett obsolet.

Wie kann ich Ausgleichsmasse kg in Liter umrechnen?

Ausgleichsmasse wird, abhängig vom gewählten Produkt, mit einer exakt abgemessenen Menge Wasser vermischt. Bei einem Sack mit 25 Kilogramm Inhalt liegt die erforderliche Wassermenge etwa zwischen 3,5 und 5,5 Litern. Fertig angemischt wiegt die Ausgleichsmasse pro Standard-Sack also etwa 28,5 – 30,5 Kilogramm. Da sich der Wasseranteil beim Trocknen verflüchtigt, kann für das Endprodukt aber mit dem Gewicht der Trockenmasse kalkuliert werden. Maßgeblich ist hier aber immer die Angabe des Herstellers der Ausgleichsmasse.


Fazit: Was ist beim Ausgleichsmasse berechnen zu beachten?

Um den Bedarf an Ausgleichsmasse zu berechnen, müssen einige Werte in Erfahrung gebracht werden.

  • Die Größe der auszugleichenden Fläche. Bei einem Einsatz im Innenbereich handelt es sich hierbei meistens um den gesamten Raum.
  • Die notwendige Schichtstärke der Ausgleichsmasse. Diese ist vor allem abhängig von den vorhandenen Unebenheiten beziehungsweise der Schieflage des Untergrundes. Genau ergründet kann beides allerdings erst, wenn der Untergrund frei ist von Staub oder anderen losen Teilen. Bei besonders großen Unebenheiten kann es eventuell sinnvoll sein, diese auf anderem Wege auszugleichen.
  • Die Angaben des Herstellers zu Verbrauch und Mischverhältnis. Je nach gewähltem Produkt kann der Bedarf an Ausgleichsmasse pro Quadratmeter recht unterschiedlich sein. Dies liegt u.a. an der Menge des beizumischenden Wassers.

Maßgeblich sind also im Zweifel nicht die genannten Richtwerte, sondern die Angaben des jeweiligen Herstellers. Um einen stabilen, tragfähigen und hundertprozentig ebenen Untergrund zu erreichen, sind die Angaben des Herstellers der Ausgleichsmasse immer einzuhalten. Außerdem ist es nur dann möglich, den tatsächlichen Bedarf an Ausgleichsmasse richtig zu kalkulieren.

Viele Profihandwerker weisen übrigens auf die großen Unterschiede bei den jeweiligen Produkten hin: Nicht alle Ausgleichsmassen bilden die gewünschte, feinkörnige Oberfläche, die (bei adäquater Verarbeitung) weitgehend ohne Lufteinschlüsse ist. Natürlich ist Ausgleichsmasse relativ teuer und es erscheint verlockend, sich für ein vergleichsweise billiges Produkt zu entscheiden.

Wenn das Ergebnis anschließend aber nicht so ist, wie es ursprünglich geplant war, wurde am falschen Ende Geld eingespart. Allerdings bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass man sich für das teuerste Produkt entscheiden muss. Es lohnt sich aber, die Erfahrungsberichte und Bewertungen von Handwerkern zu lesen und diese mit in die eigene Kaufentscheidung einzubeziehen.

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