Knüppelholz und Astholz – Schnäppchen oder Schrott?

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Kaminholz Feuerholz reine Buche ofenfertig

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • sauber und pilzfrei
  • 100% BUCHE
  • Deutsches Erzeugnis
  • kammergetrocknet
  • Scheitlänge 25 cm (+/- 3 cm)

Negativ

  • keine Bekannt

Als Knüppelholz (auch Schwachholz oder Dünnholz) werden Rundhölzer mit einem Durchmesser unter 20 cm bezeichnet, die in der Sägeindustrie nicht mehr verwendet werden. Je nach Baumart liegt die Grenze dabei bei verschiedenen Durchmessern. Im weitesten Sinn zählen zum Schwachholz aber auch die Gipfelstücke von Nadelbäumen oder die kräftigen Äste eines Laubbaums – das sogenannte Kronenholz.

Wo findet das Schwachholz seinen Gebrauch?
Im Wald fällt das Knüppelholz immer dann an, wenn die erforderlichen Durchforstungsmaßnahmen stattfinden. Im Hochwald, Niederwald und Mittelwald sind diese Pflegemaßnahmen viel umfangreicher als beispielsweise im Dauerwald.

Grundsätzlich kommen für Knüppelholz unterschiedliche Absatzmöglichkeiten in Frage: Das anfallende Schwachholz wird derzeit größtenteils in der Platten- und Papierindustrie abgesetzt. Der Anteil, der in Biomasseheizanlagen als Hackschnitzel verfeuert wird, hat in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen. Deren Absatz könnte dennoch ziemlich gesteigert werden.

Knüppelholz und Astholz - Alles was die Forstindustrie nicht nutzt
Knüppelholz und Astholz – Alles was die Forstindustrie nicht nutzt

Die Papier- und Plattenindustrie ist ein traditioneller Verbraucher von Schwachholz im Großmaßstab. Mit steigenden Gas- und Ölpreisen wird das Heizen mit Holz generell auch bei den mit Hackschnitzeln betriebenen Biomasseheizkraftwerken oder Biomasseheizanlagen immer rentabler. In Bayern werden diese zudem seit Jahren gezielt gefördert. Dazu kommt, dass man den Heizstoff Holz in direkter regionaler Nachbarschaft in ausreichender Menge bekommen kann.

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Anforderungen an das Rundholz
Für die Biomassenutzung eignet sich im Prinzip jede Baumart jeder Stärke. So kann vergleichsweise deutlich mehr von der geernteten Holzsubstanz für die Hackschnitzelherstellung verwendet werden, als bei den anderen Marktteilgebieten. Bei Hackschnitzeln gibt es keine forstlichen Abrundungen des Stamms und auch keinen Rindenabzug.

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Es können zerbrochene, rotfaule, krumme Stämme, Giebelstücke und sogar zum Teil starke Äste mit Laub und Nadel verwendet werden. Für den Waldbesitzer gibt es heutzutage im Durchschnitt mehr Erlös, wenn das Schwachholz im regionalen Markt als Energieholz verkauft wird, als wenn das Holz der Plattenindustrie verkauft wird.

Die Erlöse sind besonders bei größeren Beseitigungen zum Plattenwerk niedrig. Die heimischen Plattenwerke sind jedoch verlässliche Partner für das Abnehmen. Auf jeden Fall lohnt es sich im Bereich Energieholz, über eine kommunale Biomasseheizanlage mit dem örtlichen Privatwaldzusammenschluss nachzudenken.

Für den Waldbesitzer ist die energetische Verwendung des Schwachholzes schon heute sehr interessant und wird durch die immer höheren Energiekosten (z.B. für Heizöl) auch zukünftig immer lukrativer werden. Somit wird die Bereitstellung von Hackschnitzeln für die Waldbesitzer ein ökonomisch sinnvoller und wachsender Zukunftsmarkt sein.

Verwendung von Eichenknüppelholz
Abhängig von der Baumart bezeichnet man als Schwachholz jedes Holz bis zur Stärkeklasse 3b (bis 39 cm). Da die Stieleiche und die Traubeneiche viel Splintholz besitzen, sinkt der effektiv verwendbare Anteil des Rundholzes enorm.

Etwa 3 bis 4 cm beträgt die Splintbreite. Die Verwendungsmöglichkeiten des Traubeneichen-Holzes sind wegen dieser Durchmesserbegrenzungen sehr eingeschränkt. Gemäß HKS Brandenburg erfordert schon die Sortierung in die Güteklasse A einen Mindestmittendurchmesser von 35 cm ohne Rinde. Die Verwertungsmöglichkeiten von Eichen-Knüppelholz in der Güteklasse A sind damit ausgeschlossen. Weitere Einschränkungen der Benutzung entstehen wegen den Inhaltsstoffen des Holzes.

Ein erhöhter Gerbstoffgehalt führt z. B. dazu, dass das Eichenholz in der Plattenindustrie nur in begrenztem Maße eingesetzt wird. Zur Produktion von Zellstoff ist es überhaupt nicht geeignet. Für Eichenschwachholz bestehen deshalb nur sehr beschränkte Absatzmöglichkeiten auf dem Holzmarkt.

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Bis zum Jahre 2022 wird in Berlin und Brandenburg eine Erntemenge an Traubeneichen-Schwachholz von 46000 fm/ha erwartet. Eichenschwachholz wurde und wird weiterhin zur Herstellung von: 3-Schicht-Fertigparkett, Holzpflaster, Stabparkett, Leimholzplatten, Schnittholz, Pfählen sowie als Fassholz, Meilerholz, Energieholz und Brennholz verwendet.

Selbstwerbung von Astholz
An eine Vielzahl von Furnierwerken, Sägewerken oder an die Papier- und Holzwerkstoffindustrie wird die jährliche Holzeinschlagsmenge über Vorverträge vermarktet. Bei den Revierleitern können auch Kleinmengen für Privatinteressen erworben werden. Der CO2-neutrale und umweltfreundliche Brennstoff Holz wird jährlich in großen Mengen aus dem Stadtwald abgegeben. Die städtischen Revierförster sind der richtige Ansprechpartner, mit dem ein Vor-Ort-Termin zur Instruktion zu vereinbaren ist. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

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  • Selbstwerbung mit Leseschein:
    Es handelt sich dabei um Kronenholz, dass nach der Entfernung des Langholzes im Schlag verbleibt. Dieses Astholz kann vom Selbstwerber aufgearbeitet werden. Das Holz muss zu den Rückegassen getragen werden. Obwohl diese Variante ziemlich kostengünstig ist, erfordert sie jedoch viel Zeit-, Kraft- und Technikaufwand.
  • Aufgearbeitetes Brennholz:
    Dieses Rundholz ist bereits an die Waldstraßen gebracht, ist 4-6 m lang und hat einen Durchmesser von 10 bis 50 cm. Mit dem PKW oder LKW kann man bis an den Holzstapel herankommen und bequem aufladen. Es wird lediglich die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung und eine Kettensäge gebraucht, um das Holz auf gewünschte Länge schneiden zu können. Der Preis hierbei ist allerdings höher als beim Leseschein.

Welchen Heizwert hat das Astholz?
Schwachholz zählt zu den geringwertigen Holzsortimenten und wird zu Scheitholz verarbeitet. Im Gegensatz zum Stammholz braucht man für die Aufarbeitung des Astholzes mehr Zeit, da man mit den Ästen so schnell keine Masse bekommen kann, wie mit Stammholz. Das Stammholz und das Astholz haben jedoch den gleichen Brennwert, da die Krone aus dem gleichen Holz besteht, wie der Stamm. Da das Holz aber dünner ist, muss man allerdings öfters nachlegen.

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