Wie Kunststoff lackieren – Grundierung & Lackierung von Plastik

Das Lackieren von Kunststoff kann aus alt wieder richtig gut machen. Es klappt aber nur, wenn Vorbereitung, Grundierung und Lack zusammenpassen. Nicht jeder Kunststoff nimmt Farbe gleich gut an. Ohne Haftgrund blättert Lack oft schnell ab. Mit richtigem Anschleifen, gründlichem Reinigen und Entfetten sowie einem passenden Primer hält der Anstrich deutlich länger. Dazu kommen saubere Trockenzeiten und am Ende Klarlack als Schutz. So wertest du Kunststoffteile optisch auf und versiegelst sie langlebig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Grundierung haftet Lack auf Kunststoff nur schlecht.
  • Acrylfarben und spezielle Spritzlacke sind am besten geeignet.
  • Kunststoff muss vorab angeschliffen, gereinigt und entfettet werden.
  • Primer/Haftvermittler erhöhen die Haltbarkeit erheblich.
  • Klarlack schützt die Farbe und sorgt für Glanz.

Wie lackiert man Kunststoff dauerhaft haltbar?

Kunststoff zuerst bestimmen, dann anschleifen, reinigen und entfetten. Danach Primer auftragen, zwischenschleifen, in dünnen Schichten lackieren, Trockenzeiten einhalten und zum Schluss mit Klarlack versiegeln.

Wie Kunststoff lackieren – Grundierung & Lackierung von Plastik
Wie Kunststoff lackieren – Grundierung & Lackierung von Plastik

Kunststoff bestimmen: Nur so hält der Lack wirklich

Bevor du loslegst, solltest du wissen, welcher Kunststoff vor dir liegt. Sonst kann die Farbe später schnell wieder abblättern. Am besten ist ein Materialstempel am Teil. Fehlt er, helfen oft Recycling-Codes oder Beratung im Baumarkt.

Manche Kunststoffe sind anspruchsvoll, vor allem PP (Polypropylen) und PE (Polyethylen). Auch PVC-Mischungen können durch Weichmacher schwierig sein. Harte, stabile Kunststoffe mit nicht zu glatter Oberfläche lassen sich meist gut lackieren. Wenn du den Kunststoff kennst, findest du auch den passenden Haftgrund und Lack deutlich leichter.

Recycling-Code Kunststoff
1 PET
2 PE-HD
3 PVC
4 PE-LD
5 PP
6 PS
7 O (Sonstige)
ABS (häufig extra gekennzeichnet)

Außerdem hilft das Grundverständnis der Kunststoffarten. Duroplaste sind hart und werden beim Erwärmen nicht weich. Thermoplaste werden beim Erwärmen weicher und sind formbar. Elastomere sind sehr dehnbar und bleiben elastisch, lassen sich aber nicht einfach schmelzen. Diese Unterschiede erklären, warum Haftung und Lackaufbau nicht immer gleich funktionieren.

Einteilung Typische Eigenschaften Bedeutung fürs Lackieren
Duroplaste hart, nicht verformbar, hitzeempfindlich im Sinne von „bricht eher“ guter Aufbau nötig, saubere Vorbereitung
Thermoplaste werden warm weich, formbar meist gut lackierbar mit Primer
Elastomere dehnbar, elastisch Lack muss gut haften und flexibel bleiben

Vorbereitung: Anschleifen, Reinigen, Entfetten

Die Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis. Zuerst musst du die Oberfläche anrauen. Dabei schleifst du Kratzer und Riefen aus. Danach rauhst du die gesamte Fläche gleichmäßig mit feinerem Papier an. So findet der Primer später „Griff“. Anschließend reinigst du mit milder Seifenlauge. Dann spülst du mit klarem Wasser gründlich nach. Jetzt muss alles vollständig trocknen. Am Ende muss das Teil trocken, staubfrei und fettfrei sein.

Für besonders zuverlässige Haftung ist Entfetten ein Muss. Hier eignet sich Reinigungsalkohol sehr gut. Bei Teilen aus der Produktion können zusätzlich Trennmittel vorhanden sein. Diese stammen oft aus dem Gießprozess. Sie vertragen sich nicht mit Grundierung, Kitt und Lack. Deshalb wird häufig ein Silikonentferner empfohlen. Damit beugst du Lackproblemen gezielt vor.

Arbeitsschritt Ziel Geeignetes Mittel
Grobschliff Kratzer/Riefen reduzieren, Oberfläche aufrauen Schleifpapier, je nach Zustand
Feinschliff gleichmäßige Haftfläche z. B. Körnung 220–330
Nassschliff vor Grundierung sehr feine Haftstruktur Wasserschleifpapier P 800
Reinigen Schmutz entfernen milde Seifenlauge + Wasser
Entfetten Fett/Trennmittel entfernen Reinigungsalkohol / Silikonentferner

Grundierung und Kunststoffprimer: Haftung statt Abblättern

Ohne Grundierung hält Lack auf Kunststoff meist nur schlecht. Genau hier kommt der Kunststoffprimer ins Spiel. Er heißt auch Haftvermittler. Seine Aufgabe ist simpel, aber entscheidend: Er verbessert die Haftung des nächsten Farbauftrags deutlich.

Damit sinkt das Risiko, dass Farbe bei Nutzung oder Witterung abblättert. Bei schwierigen Kunststoffen ist er fast immer Pflicht. Gerade bei PP, PE oder PVC-Mischungen brauchst du oft spezielle Produkte. Sonst kämpfst du gegen „Widerstand“ bei der Haftung.

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In der Praxis trägt man den Primer in mehreren dünnen Schichten auf. Häufig sind zwei Schichten üblich. Danach lässt du ihn gut ablüften. Oft werden rund 20 Minuten genannt, je nach Produkt und Bedingungen. Ist der Primer trocken, folgt ein Zwischenschliff. Erst dann beginnt der Farbauftrag. Dadurch wird die Oberfläche ruhiger und der Lack legt sich gleichmäßiger an.

Produkt Typ Einsatzbereich Besonderheiten
Dupli-Color Kunststoffgrundierung Grundierung innen/außen lösungsmittelhaltig, gute Widerstandsfähigkeit, nach ca. 15 Min überstreichbar
RUCO Universalprimer 1K Reaktionsprimer innen/außen haftet auf schwierigen Untergründen, hohe Hitzebeständigkeit, trocknet sehr schnell
MIPA 1K Kunststoffprimer 1K Primer häufig Fahrzeug-Kunststoffe vorher mit speziellem Kunststoffreiniger säubern
Hesse Lignal Haftgrund TG 5250 farbloser 1K Haftprimer flexibel für Lackierpistole oder Preval Sprayer geeignet

Wichtig ist auch die Systemidee. Nutze möglichst Produkte eines Herstellers. Dann sind Grundierung, Haftvermittler, Füller, Spachtel und Farbe aufeinander abgestimmt. Das senkt das Risiko von Reaktionen oder Verarbeitungsproblemen. Viele Hersteller bieten zudem Farbtöne in RAL Plastic an. Das ist eine Farbsammlung speziell für Kunststoffe. So passt der Ton auch bei Kunststoffteilen optisch besser.

Welcher Lack für Kunststoff: Acryl, Spritzlack, 2-in-1

Für Kunststoff eignen sich Acrylfarben besonders gut. Sie haften auf vielen Untergründen. Trotzdem braucht es fast immer die richtige Vorbereitung. Reinigen, anschleifen und erneut reinigen sind Pflicht. Für Acryl wird häufig eine Körnung von 220 bis 330 fürs Anschleifen genannt. Danach wird wieder gereinigt, am besten mit Reinigungsalkohol. Erst dann kommt die Grundierung, die vollständig trocknen muss. Danach kannst du mit Acrylfarbe arbeiten.

Beim Streichen gilt: lieber dünn als dick. Eine dicke Schicht wirkt schnell „satt“, trocknet aber schlechter. Außerdem steigt das Risiko von Kanten und Läufern. Selbst Acryl kann bei Gebrauchsgegenständen mit der Zeit abblättern. Darum ist Versiegeln so wichtig. Klarlack oder ein passender Decklack schützt die Farbe. Er hilft auch, den Glanz zu verbessern. Manche Lacke brauchen keinen extra Klarlack, aber das muss ausdrücklich auf der Dose stehen.

Lackart Vorteile Typische Grenzen
Acrylfarbe gute Haftung, einfach zu verarbeiten bei Belastung ohne Versiegelung schneller Verschleiß
Sprühlack (Standard) schnell, günstig, einfach Haltbarkeit oft geringer, Schicht schwer kontrollierbar
Einschicht-Spritzlack kann ohne Grundierung funktionieren meist teurer, lohnt sich oft weniger als Primer + Lack
2-in-1 Produkt oft ohne Grundierung möglich Oberfläche trotzdem fein anschleifen, Haftung abhängig vom Kunststoff

Ohne Grundierung zu lackieren geht also manchmal. Du brauchst dann aber einen sehr guten Lack. Und du musst trotzdem anschleifen. In vielen Fällen sparst du am Ende kaum Geld. Du sparst höchstens Zeit. Für Haltbarkeit ist Primer fast immer die bessere Wette.

Sprühlack oder Lackierpistole: Welche Methode passt zu deinem Projekt?

Sprühlack aus der Dose ist ideal für kleine Flächen. Er ist leicht zu bekommen und schnell einsatzbereit. Für Hobbyprojekte reicht das oft völlig. Der Nachteil ist die geringere Haltbarkeit bei einfachen Dosenlacken. Außerdem ist die Schichtdicke schwerer zu steuern. Das kann zu ungleichmäßiger Deckung führen. Auch „Nasen“ entstehen schneller, wenn zu viel Lack auf einmal kommt. Trotzdem ist Spray sehr praktisch, wenn du ohne große Ausrüstung arbeiten willst.

Die Lackierpistole ist bei größeren Flächen im Vorteil. Sie erzeugt oft eine gleichmäßigere Oberfläche. Das ist bei Fahrzeugteilen besonders relevant. Dafür brauchst du Übung, einen Kompressor und Zubehör. Du musst Lack und Verdünnung passend abstimmen. Das ist mehr Aufwand, aber es lohnt sich für professionelle Ergebnisse. Für schnelle Heimprojekte ist die Dose meist ausreichend. Für Perfektion ist die Pistole überlegen.

Kriterium Spraydose Lackierpistole
Aufwand gering höher (Kompressor, Zubehör)
Eignung klein, Hobby, schnelle Jobs groß, gleichmäßig, Profi-Look
Kontrolle der Schicht mittel hoch
Kosten meist niedriger höher (Anschaffung + Material)
Lernkurve flach steiler
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Wenn du mit Spray arbeitest, lohnt sauberes Vorgehen. Dose vor dem Sprühen mindestens 5 Minuten kräftig schütteln. Die Kugel muss hörbar anschlagen. So vermischen sich die Komponenten richtig. Dann trägst du zuerst eine dünne Klebeschicht auf. Diese lässt du etwa 3 Minuten ablüften. Danach baust du den Lack in dünnen Schichten auf. Zwischen jeder Schicht wieder ca. 3 Minuten Ablüftzeit einplanen.

Lackaufbau, Trockenzeiten und Klarlack: So wird es langlebig

Ein haltbarer Lackaufbau lebt von Geduld. Nach dem Schleifen und Reinigen kommen meist zwei Schichten Kunststoffprimer. Diese müssen gut ablüften. Oft werden rund 20 Minuten genannt. Danach folgen Füller und Kitt, wenn du Unebenheiten ausgleichen musst.

Auch der Grundfüller braucht Zeit zum Trocknen, häufig ebenfalls um die 20 Minuten. Erst dann wird geschliffen. Vor der Endlackierung sollte das Teil gut ablüften. Und du musst Trockenzeiten wirklich einhalten. Das ist einer der häufigsten Fehler beim Lackieren.

Beim Sprühen zählt auch die Umgebung. Der optimale Spritzabstand liegt oft bei etwa 30 cm. Die ideale Temperatur liegt bei 15 bis 20 Grad Celsius. Es sollte weder zu kalt noch deutlich zu warm sein. Sprühst du zu viel auf einmal, entstehen Tränen oder Läufer.

Dünne Schichten sind sicherer. Wenn die Farbschichten passen, lässt du mindestens 30 Minuten trocknen. Erst dann kommt Klarlack oder Decklack. Klarlack trägst du in 3 bis 5 dünnen Schichten auf. Dazwischen wieder rund 3 Minuten Ablüften.

Parameter Empfehlung
Spritzabstand ca. 30 cm
Raumtemperatur 15–20 °C
Dose schütteln mindestens 5 Minuten
Ablüftzeit zwischen Lackschichten ca. 3 Minuten
Trocknen vor Klarlack mindestens 30 Minuten
Klarlack-Schichten 3–5 dünne Schichten
Durchtrocknung Klarlack nach 2–3 Tagen komplett

Klarlack ist als Schutzschicht praktisch zwingend. Er schützt die Farbpartikel vor Oxidation. Und er sorgt für den typischen Glanz. Nach dem kompletten Trocknen prüfst du die Oberfläche. Kleine Kanten, Übergänge oder Tränen sind nicht das Ende.

Nach 2 bis 3 Tagen ist Klarlack meist durchgehärtet. Dann kannst du Unebenheiten mit Wasserschleifpapier P 2000 vorsichtig glätten. Danach folgt Polieren auf Hochglanz. So holst du selbst aus einer „nicht perfekten“ Sprühung noch ein starkes Finish heraus.

Kunststoffarten (PE, PP) und Haftprobleme

Kennen Sie Ihr Plastik? PE und PP sind die Problemkinder beim Lackieren Bevor Sie Kunststoff lackieren, identifizieren Sie das Material. Besonders Polyethylen (PE, oft auf Klappboxen) und Polypropylen (PP, oft auf Auto-Stoßstangen) sind aufgrund ihrer extrem geringen Oberflächenspannung sogenannte „Problemkinder“.

Ein gewöhnlicher Kunststoff-Primer reicht hier nicht aus, um eine dauerhafte Grundierung und Lackierung von Plastik zu gewährleisten. Für diese schwer lackierbaren Oberflächen benötigen Sie entweder einen extrem aggressiven Haftvermittler oder müssen das Material kurz mit einer Gasflamme beflammen (Achtung: Profi-Technik), um die Oberfläche für eine sichere Haftung zu aktivieren.

2K-Lacke und Klarlack für Haltbarkeit

Maximale Beständigkeit durch 2K-Lack und Klarlack Wenn das lackierte Plastik im Außenbereich, am Auto oder in Feuchträumen eingesetzt wird, ist ein 2-Komponenten-Lack (2K-Lack) unverzichtbar. Der Härter im 2K-Lack sorgt für eine chemische Aushärtung, die ihn wetterfest, kratzfest und benzinbeständig macht.

Schließen Sie die Lackierung von Plastik bei Metallic-Farben immer mit einem Klarlack ab. Der Klarlack schützt den Farblack nicht nur vor mechanischer Beanspruchung, sondern bietet auch einen essenziellen UV-Schutz, der ein Vergilben des Basislacks verhindert.

Korrekte Schleifkörnung und Entfetter

Die Vorbereitung: Anschleifen und Entfetten für Profi-Ergebnisse Ein fehlerhaftes Anschleifen lässt den Lack später abplatzen. Um eine optimale Basis für die Grundierung von Plastik zu schaffen, verwenden Sie Schleifpapier der Körnung P400 bis maximal P800. Ziel ist es, die Oberfläche aufzurauen, nicht, sie zu beschädigen.

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Nach dem Schleifen und vor der Grundierung muss die Oberfläche zwingend fettfrei sein. Nutzen Sie hierfür einen speziellen Silikonentferner für Lackierarbeiten oder einen antistatischen Kunststoffreiniger. Verwenden Sie keine Verdünnung, da diese manche Kunststoffe angreifen oder aufweichen kann.

Fazit

Kunststoff lackieren ist kein Hexenwerk, aber es braucht System. Bestimme zuerst den Kunststoff, denn davon hängen Primer und Lack ab. Schleife dann sorgfältig an, reinige gründlich und entfette konsequent. Trage Primer und Lack in dünnen Schichten auf und halte jede Trockenzeit ein. Versiegle zum Schluss mit Klarlack, damit Glanz und Schutz lange bleiben. Wenn du so vorgehst, sehen alte Kunststoffteile wieder aus wie neu – und halten den Alltag wirklich aus.

Quellen:


FAQ

Ist eine Grundierung (Primer) beim Kunststoff lackieren immer notwendig?

Ja, ein spezieller Haftvermittler oder Primer ist fast immer notwendig, da die porenfreie Oberfläche von Plastik Lacke kaum annimmt. Nur sogenannte 2-in-1-Lacke, die bereits einen Haftvermittler enthalten, erlauben das Lackieren ohne separate Grundierung.

Mit welcher Körnung sollte ich Kunststoff vor dem Lackieren anschleifen?

Verwenden Sie sehr feines Schleifpapier, idealerweise in den Körnungen P400 bis P800, um nur die Oberfläche leicht anzurauen. Ein zu grobes Schleifen erzeugt sichtbare Kratzer und kann die Stabilität des Materials gefährden.

Kann ich alle Kunststoffarten (Plastik) einfach lackieren?

Nein, Kunststoffe wie Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) benötigen extrem spezifische Haftvermittler oder eine zusätzliche Vorbehandlung. Bei unbekannten oder sehr glatten Kunststoffen sollte immer ein Haftungstest an einer unauffälligen Stelle durchgeführt werden.

Wie lange muss die Grundierung auf Plastik trocknen, bevor ich lackiere?

Die Trocknungszeit (Ablüftzeit) des Primers ist entscheidend und muss exakt den Herstellerangaben folgen, meist 10 bis 30 Minuten. Wird die Zeit nicht eingehalten, kann dies die Haftung des späteren Farblacks massiv beeinträchtigen.

Welche Lackarten eignen sich am besten für Kunststoff im Außenbereich?

Für den Außenbereich oder stark beanspruchte Teile sollten Sie einen wetterfesten 2-Komponenten-PU-Lack (Polyurethan-Lack) verwenden. Dieser bietet eine hohe UV-Beständigkeit und eine chemisch gehärtete, kratzfeste Oberfläche.

Was ist der Unterschied zwischen 1K- und 2K-Lack für die Lackierung von Plastik?

1K-Lacke trocknen physikalisch durch Lösungsmittelverdunstung, während 2K-Lacke durch Zugabe eines Härters chemisch aushärten. Der 2K-Lack ist nach dem Aushärten deutlich härter, widerstandsfähiger und haltbarer.

Muss ich nach der Lackierung noch Klarlack auftragen?

Ein Klarlack ist nicht immer zwingend, aber bei Metallic- oder Effektlacken sowie bei stark beanspruchten Oberflächen sehr empfehlenswert. Er schützt die Farbschicht vor Abrieb und UV-Strahlung und sorgt für einen tiefen Glanz.

Wie vermeide ich „Läufer“ oder Farbnasen beim Lackieren mit der Spraydose?

Um Läufer zu vermeiden, sollten Sie immer aus einem konstanten Abstand von 20 bis 30 cm in dünnen, überlappenden Schichten sprühen. Es ist besser, drei dünne Schichten aufzutragen als eine dicke, die verläuft.

Kann ich Kunststofffensterrahmen mit dieser Methode lackieren?

Ja, Kunststofffensterrahmen (meist PVC) können lackiert werden, benötigen aber einen speziellen PVC-Haftprimer, der auf die enthaltenen Weichmacher abgestimmt ist. Hier ist Präzision beim Abkleben der Dichtungen und Scheiben besonders wichtig.

Mit welchem Produkt soll ich die Kunststoffoberfläche vor dem Schleifen reinigen?

Verwenden Sie eine milde Seifenlauge (Spülmittel und Wasser) oder einen speziellen, antistatischen Kunststoffreiniger. Vermeiden Sie aggressive, lösemittelhaltige Reiniger (wie Nitro-Verdünnung), da diese das Plastik anlösen könnten.

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