Welcher Holzspalter ist der richtige für mich?

Wer Holz spaltet, hat die Wahl zwischen dem klassischen Holzhacken oder einer Bewerkstelligung durch einen Holzspalter. Beim Holzspalter handelt es sich um ein Gerät, das Holzstücke gegen einen Keil oder ein Spaltkreuz treibt, woraufhin sie gespalten werden. Sie müssen nicht mit einer Axt arbeiten und haben ein leichteres Spiel – ob im beruflichen oder privaten Gebrauch. Erfahren Sie, was es bei der Auswahl eines Holzspalters zu beachten gibt, damit das Gerät den Anforderungen Ihrer Nutzung entspricht.

Übersicht über die einzelnen Typen

Wer sich mit dem Thema Holzspalter beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es nicht den einen Holzspalter gibt. Vier verschiedene Typen variieren aufgrund ihres Antriebs:

  • Benzinbetriebene Holzspalter
  • Elektro-Holzspalter
  • Zapfwellen- und Hydraulik-Holzspalter
  • Hybrid-Holzspalter

Benzinbetriebene Holzspalter zeichnen sich durch eine kraftvolle Umsetzung der Arbeit aus. Die hohe Kraft begünstigt eine schnelle Spaltung der Holzstücke. Kehrseiten der Benzin-Modelle sind die laute Arbeitsweise und die Abgase der Geräte, die der Umwelt nicht zuträglich sind.

Elektro-Holzspalter sind die umweltfreundlichere Variante, bringen allerdings Einschränkungen mit sich. Ihre Spaltkraft reicht nicht an die eines benzinbetriebenen Modells heran. Wer nur für zuhause Brennholz spalten möchte, wird mit einem Elektro-Holzspalter mit einer Leistung von ca. 3 kW und um die 7 t Spaltdruck ausreichend bedient sein. Elektro-Holzspalter im beruflichen Bereich oder Spalter mit denen man Holz für die eigenen Holzvergaserheizung spalten muss, sollten 400 V Spannung, mehr als 4 kW Leistung und mindestens 10 t Spaltdruck haben.

Zapfwellen- und Hydraulik-Holzspalter sind groß. Sie sind nur selten als Liegendspalter – also liegende Geräte – käuflich. Meistens sind es Stehendspalter, die eine hohe Spaltkraft aufweisen und auf Rollen gelagert sind, damit sie sich trotz des hohen Eigengewichts und der Größe transportieren lassen. Sie werden über einen Hydraulikanschluss betrieben. Durch einen Anschluss an eine Hydraulikpumpe oder einen Hochdruckreiniger lässt sich die Arbeit ohne einen Motor im Spalter durchführen.

Ein Druck von mindestens 135 Bar sowie eine Fördermenge von 8 bis 10 l/min sind bei der Wahl eines guten Holzspalters zu beachten. Umweltfreundlich und mit hoher potenzieller Spaltkraft, empfehlen sich die Zapfwellen- und Hydraulik-Holzspalter am meisten. Dafür ist der Anschaffungspreis bei diesen Modellen am höchsten. Zudem müssen Sie bei der Wahl darauf achten, dass Sie bei der Produktbeschreibung berücksichtigen, an welche Art von Getriebe der Spalter anschließbar ist. Nicht alle Spalter lassen sich über einen Hochdruckreiniger betreiben. Einige Geräte sind auf das stärkere Getriebe eines Fahrzeugs angewiesen.

Die Hybrid-Holzspalter kombinieren den Elektromotor mit einem Zapfwellen- bzw. Hydraulikantrieb. So wechseln sich die Vor- und Nachteile beider Modelle ab. Hier weichen die Qualitätsspannen der einzelnen Modelle weit voneinander ab. Es sind für eine zufriedenstellende Kaufentscheidung, insbesondere bei Hybrid-Holzspaltern, die im Nachfolgenden geschilderten Kaufkriterien zu beachten.

Die drei wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für einen Holzspalter

Leistung, Spaltdruck und Holzmenge sind bei der Kaufentscheidung wichtige Kriterien.
Leistung, Spaltdruck und Holzmenge sind bei der Kaufentscheidung wichtige Kriterien.

Leistung, Spaltdruck und Holzmenge sind bei der Kaufentscheidung wichtige Kriterien.

Bereits ein günstiger Holzspalter lässt bei der Arbeit einen hohen Komfort einkehren. Gegenüber den manuellen Holzspaltern und der Arbeit mit der Axt können Sie sogar robusteste Hölzer ohne persönlichen Kraftaufwand spalten. Da die individuellen Anforderungen an die Arbeit mit einem Holzspalter bei einzelnen Käufern weit auseinanderdriften können, ist eine bedarfsgerechte Anpassung des Geräts mit den folgenden Kaufkriterien bei jedem Kauf wichtig:

  • Leistung
  • Spaltdruck
  • Holzmenge

Leistung: Anhaltspunkt für den Stromverbrauch

Wird der Holzspalter nur wenige Male im Jahr für einen kurzen Zeitraum von wenigen Stunden genutzt, dann ist der Stromverbrauch sekundär. Bei einer häufigen Nutzung kann der Stromverbrauch einen starken Einfluss auf die Stromrechnung ausüben, indem er die Kosten in die Höhe treibt. Es gewinnt dann an Bedeutung, ein Gerät mit einer möglichst geringen Leistung zu haben.

Eine geringe Leistung geht nicht zwangsläufig mit einer schlechten Performance des Geräts einher. Tatsächlich ist der wichtigste Anhaltspunkt zur Performance der Spaltdruck, auf den nach diesem Abschnitt eingegangen wird. Die Leistung in Kombination mit der Zeit, die das Gerät in Betrieb ist, beschreibt die elektrische Arbeit, die bei der Nutzung verrichtet wurde:

Elektrische Arbeit (kWh) = Elektrische Leistung (W) x Zeit (h)

Je höher der Wert, umso höher der Stromverbrauch. Zwar ist die Leistung an sich nicht das wichtigste Kaufkriterium, doch der Zusammenhang mit dem Spaltdruck macht sie zu einem wichtigen Aspekt.

Spaltdruck: Effizienz des Geräts bewerten

Je höher der Spaltdruck und die Arbeitsgeschwindigkeit (Vorlauf- und Rücklaufgeschwindigkeit) und je geringer die elektrische Leistung zeitgleich sind, umso effizienter arbeitet das Gerät im Schnitt. Diese allgemeine Regel hilft Ihnen bei der Entscheidung zwischen mehreren Holzspaltern dabei, das Gerät zu wählen, das am effizientesten arbeitet.

Der Spaltdruck gibt an, wie viele Tonnen Kraft auf das Holzstück einwirken. Je stärker die Kraft ist, umso dicker kann das Holzstück sein, ohne dass das Gerät bei der Spaltung überfordert wäre. Auch die Art des Holzes nimmt einen Einfluss auf den empfohlenen Spaltdruck. In unserem Beitrag über Tipps für den Kaminofen gingen wir auf Holzarten ein, die sich für den Kaminofen empfehlen, und nannten dabei Fichten- und Kiefernholz. Hier würde ein Spaltdruck von 9 bis 15 Tonnen ausreichen.

Neben dem Spaltdruck ist der Spalthub eine Größe, die die Arbeitsgeschwindigkeit beeinflusst: Je länger der Spalthub, umso weniger Durchgänge sind zur Spaltung eines Holzstücks erforderlich. Ist der Spalthub des Spalters kurz, dann können Sie den Nachteil kompensieren, indem das Holzstück auf eine geringere Größe gesägt und dem Spalthub von der Länge her angepasst wird.

Holzmenge: Schlüsselaspekt bei der Wahl der Preisklasse

Personen, die eine geringe Holzmenge zu spalten haben und nur wenige Male im Jahr auf den Holzspalter angewiesen sind, sind mit der Auswahl eines Geräts mit geringerem Spaltdruck und geringerer Leistung besser beraten.

Zwar wird die Arbeit bei Geräten mit diesen Eigenschaften länger dauern, aber der Stromverbrauch wird geringer ausfallen und der Anschaffungspreis deutlich niedriger sein. Beruflich genutzte Geräte mitgroßen zu spaltenden Holzmengen sollten idealerweise einen hohen Spaltdruck mit einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit und parallel möglichst geringem Verbrauch vorzuweisen haben.

Stehend- oder Liegendspalter?

Abschließend verbleibt die Frage nach einem Stehend- und Liegendspalter. Erstere sind dazu gedacht, die Holzstücke von oben nach unten zu spalten. Es sind Modelle, die vorzugsweise in beruflichen Bereichen beim Spalten von Baumstämmen zum Einsatz kommen. Günstiger und auf ein mehrfaches Spalten von Holzstücken ausgelegt sind die Liegendspalter. Sie empfehlen sich für den Privatgebrauch.

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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