Wie Ausgleichsmasse richtig verteilen?

Bodenbeschichtung Set von DEWEPRO

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • Komplett Set bestehend aus:
  • Stachelwalze
  • Nagelschuhe
  • Stehrakel mit Klemmleiste
  • Stielhalter

Negativ

  • keine Bekannt

Nur eine richtig auf der zu nivellierenden Fläche verteilte Ausgleichsmasse kann ihren Zweck wirklich erfüllen. Mit modernen Produkten und dem geeigneten Werkzeug beziehungsweise Zubehör ist es aber kein Problem, die Ausgleichsmasse auch in diesem Punkt adäquat zu verarbeiten.


Was ist beim Verteilen der Ausgleichsmasse zu beachten?

Der Sinn und Zweck von Ausgleichsmasse ist klar: Sie soll Unebenheiten oder eine Schieflage des Untergrundes ausgleichen und damit die Basis für einen neuen Fußboden schaffen.

Hierfür gilt es zuerst, den Untergrund auf seine Beschaffenheit und Festigkeit zu überprüfen. Erst wenn dieser stabilisiert und gereinigt wurde, wird eine Grundierung oder Haftbrücke (je nach Material des Untergrundes) aufgetragen. Wenn diese Grundierung, die meistens aus Universal-Tiefengrund oder zweikomponentigem Epoxidharz besteht, komplett getrocknet ist (in der Regel nach 24 Stunden), kann die Ausgleichsmasse angerührt und verteilt werden.

Unbedingt zu beachten sind dabei das seitens des Herstellers angegebene Mischverhältnis zwischen Trockenmasse und Wasser sowie die Reihenfolge des Mischvorgangs (erst Wasser in den Eimer, dann die Ausgleichsmasse langsam einrühren). Die so entstehende Ausgleichsmasse ist selbstnivellierend: Dank ihrer dünnflüssigen Viskosität fließt sie von selbst über den Fußboden. Sie kann also einfach in gleichmäßigen Spuren über dem Untergrund ausgegossen werden. Anschließend wird sie mit wenigen Handgriffen verstrichen und optimiert, bevor sie binnen weiterer 24 Stunden durchtrocknen kann.

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Welches Werkzeug brauche ich zum Verteilen von Ausgleichsmasse?

Optimal ist es, wenn Ausgleichsmasse immer in kleineren Mengen angemischt wird, zum Beispiel im Mörtelkübel. Dieser wird mit der durch den Hersteller angegebenen Menge Wasser verrührt, wofür ein Rührwerk erforderlich ist. Dabei kann es sich entweder um einen Aufsatz für die Bohrmaschine oder um ein speziell zu diesem Zweck gebautes Gerät handeln.

Die fertig angerührte Nivelliermasse wird nun über dem Boden ausgegossen. Generell ist sie selbstverlaufend. Um die Unterschiede zwischen den nacheinander angemischten Ausgleichsmassen zu verwischen, greift man zu einer sogenannten Zahnkelle. Mit dieser kann man das Verlaufen der Ausgleichsmasse zudem beschleunigen und dadurch ausloten, wie viel Ausgleichsmasse noch benötigt wird.

Mit einer sogenannten Nagelrolle wird die Fläche nach dem vollständigen Guss der Ausgleichsmasse abgerollt. Mit diesem Gerät werden noch vorhandene Luftbläschen beseitigt, was für eine bessere Stabilität und eine glattere Oberfläche der Ausgleichsmasse sorgt. Damit bei diesem letzten Arbeitsschritt keine Fußabdrücke auf der Fläche zurückbleiben, werden Nagelschuhe benötigt. Dabei handelt es sich um spezielle Nagelsohlen, die unter die Schuhe geschnallt werden. Damit wird ein ähnlicher Effekt erzielt wie mit der erwähnten Nagelrolle.

Wie lange kann ich Ausgleichsmasse verarbeiten?

Ausgleichsmasse ist ein schnelltrocknendes Produkt: Anders als beispielsweise Fließestrich kann sie bereits wenige Stunden nach dem Guss betreten und in der Regel schon nach 24 Stunden weiterbearbeitet werden.

Dies macht es aber auch erforderlich, die frisch angerührte Ausgleichsmasse rasch zu verarbeiten: Schon nach wenigen Minuten setzt der Trocknungsprozess ein, wodurch die selbstnivellierende Eigenschaft der Ausgleichsmasse reduziert wird. Auch aus diesem Grunde ist es zu empfehlen, Ausgleichsmasse immer nur in kleineren Mengen anzurühren und idealerweise sofort auf den Untergrund zu gießen.

Sehr wichtig ist dabei, die gesamte Fläche in einem Durchgang zu verarbeiten: Hat man einmal in einem Bereich des Raumes mit der Nivellierung begonnen, muss kontinuierlich (am besten zu zweit beziehungsweise zu mehreren) gearbeitet werden. Es wird immer wieder neue Ausgleichsmasse angerührt und ausgegossen, bis die gesamte Fläche fertig ist. So lässt sich eine Bildung von Schlieren und Unebenheiten bereits an dieser Stelle unterbinden.

Wie entlüfte ich Ausgleichsmasse?

Wenn von der sogenannten Entlüftung der Ausgleichsmasse gesprochen wird, geht es um die Beseitigung von Luftblasen, die beim Ausgießen der Masse automatisch entstehen. Diese Bläschen können die Stabilität und die Glätte der getrockneten Fläche negativ beeinflussen. Zwar ist Ausgleichsmasse so beschaffen, dass sie (bei korrekter Anmischung) grundsätzlich nur wenige Luftbläschen bildet. Unvermeidlich sind diese jedoch nicht. Mit einer Nagelrolle lassen sich diese allerdings beseitigen.

Bei diesem Gerät handelt es sich um eine Art Malerrolle, die an einem langen Besenstiel geführt wird. An ihrer Außenseite ist diese Rolle mit Nägeln bestückt. Rollt man diese nun über das frisch gegossene Material, so bringen die Nägel die Luftbläschen zum Platzen. Zurück bleibt eine glatte, gleichmäßige Fläche. Bei dieser Arbeit trägt man Nagelschuhe, also spezielle Nagelsohlen, die unter die Schuhe geschnallt werden. Diese haben einen ähnlichen Effekt wie die Nagelrolle. Gleichzeitig wird verhindert, dass auf der trockenen Ausgleichsmasse Fußabdrücke zurückbleiben.

Wie glätte ich Ausgleichsmasse?

Da Ausgleichsmasse in aller Regel selbstnivellierend ist, fließt sie von alleine zu einer perfekt ebenen Fläche. Dies kann mit einer Zahn- beziehungsweise Zackenkelle unterstützt und beschleunigt werden. Wichtig ist auch, die nacheinander ausgegossenen Mengen der Ausgleichsmasse mit dieser Kelle zu durchmischen. So entstehen keine sichtbaren Übergänge, an denen sich womöglich eine Kante bilden könnte. Für die weitere Glättung sorgt der Einsatz der bereits beschriebenen Nagelrolle.

Damit die Ausgleichsmasse vollkommen glatt trocknen kann, sollten Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit in den folgenden Stunden möglichst gleichbleibend sein. Auch Windstöße oder Zugluft gilt es zumindest so lange zu verhindern, bis die Ausgleichsmasse begehbar ist.


Fazit: Welche Arbeitsschritte sind beim Verteilen von Ausgleichsmasse einzuhalten?

Bei der Arbeit mit Ausgleichsmasse sind die Schritte der Vorbereitung deutlich zeitraubender und aufwändiger als der eigentliche Guss.

Zuerst muss die Beschaffenheit des Untergrundes geprüft werden. Dann wird dieser gründlich gereinigt und fachgerecht grundiert. Erst nach der Trocknung der Grundierung und dem Abkleben der Wände sowie der Türöffnungen kann die Ausgleichsmasse angerührt werden.

Dabei sollten immer nur kleinere Mengen der Ausgleichsmasse angerührt und möglichst sofort gegossen werden. Hierfür bietet es sich an, die Ausgleichsmasse im Maurerkübel anzumischen und den Inhalt in gleichmäßigen Reihen auf den zu nivellierenden Boden zu gießen.

Währenddessen kann bereits die nächste Menge Ausgleichsmasse angerührt werden. Die ausgegossene Ausgleichsmasse wird mit der Zahnkelle verteilt und so durchmischt, dass die Übergänge der einzelnen Chargen nicht mehr zu erkennen sind.

Auf diese Weise arbeitet man sich von der am weitesten entfernten Stelle des Raumes immer weiter zurück in Richtung Tür. Dort wird der Abschluss gebildet.

Wenn die Ausgleichsmasse vollständig aufgetragen wurde, wird diese entlüftet. Dafür schnallt man sich die Nagelsohlen unter die Schuhe und nimmt die Nagelrolle zur Hand. Nun wird in gleichmäßiger Arbeitsweise die gesamte, frisch gegossene Fläche abgerollt, um alle Luftbläschen in der Ausgleichsmasse zu beseitigen. Auch dabei arbeitet man sich von der entferntesten Stelle zurück in Richtung Tür.

Anschließend muss die Ausgleichsmasse trocknen, wobei die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit am besten unverändert bleiben.

Nach wenigen Stunden ist die Ausgleichsmasse begehbar, nach rund 24 Stunden kann der Fußboden weiterbearbeitet werden. Diese Angaben werden allerdings durch die Schichtdicke, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit beeinflusst und können daher abweichen.

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