Bohrer für Beton

Bevor wir genauer auf das Bohren bei Beton eingehen, wollen wir erst einmal aufzeigen, wie Beton aufgebaut ist. Grundsätzlich eignet sich nicht jeder Bohrer zum Bohren in Beton. Damit dies aber besser verstanden werden kann, gehen wir im Vorfeld auf diesen faszinierenden Baustoff ein.

Beton ist in der Tat ein sehr faszinierender Baustoff. Alles was man braucht, um diesen Stoff zu erstellen ist Zement aus Kalkstein, Ton, eine Gesteinskörnung aus Sand, Kies und Wasser. Zement ist dabei äußerst wichtig, denn dieser bildet mit dem Wasser den Zementleim, welcher die Gesteinskörnung bindet. Erst dadurch ist es möglich ein hartes Gestein entstehen zu lassen.

Es gibt aber nicht nur den einen Beton. Am Ende kommt es auf die Mischung an. Die Mischungen können dabei so verschiedenartig sein, dass Beton auf die unterschiedlichsten Anforderungen angepasst werden kann.

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Beton ist ein sehr wirtschaftlicher Stoff. Er stellt den Baustoff für die kurzen Wege dar. Ein dichtes Netz von Betonwerkern und eine hohe Verfügbarkeit von Gesteinskörnungen ermöglichen es jedem Heimwerker schnell Beton für den Eigenbedarf herzustellen. Daneben ist es auch recht einfach den Beton herzustellen. Kurze Bauzeiten und geringe Baukosten runden die hervorragenden Eigenschaften von Beton ab.

Was ist das Besondere an Bohrern für Beton

Zunächst einmal sollte man beim Bohren in Beton sich bewusstwerden, dass es sich um ein sehr hartes Material handelt. Daher wird auch der klassische Akkuschrauber oder Bohrmaschine an ihre Grenzen kommen. Damit man es trotzdem schafft ohne Probleme in Beton reinzubohren, braucht man eine gute Vorbereitung.

Bevor man sich also an die Arbeit macht, sollte man auch die passende Bohrmaschine auswählen. Wenn man dabei ist eine Bohrmaschine zu kaufen, so sollte man darauf achten, dass diese für Stein und Beton geeignet ist. Dazu braucht man eine Bohrmaschine mit Schlag. Der Schlag der Bohrmaschine hat den Effekt, dass der Bohrer beim Bohren stärker in das Material drückt. Wenn kein Schlag vorhanden wäre, so würde bei einer normalen Bohrmaschine auch nichts weiter passieren.

Bohrer für Beton - Ohne eine Schlag passiert wohl nicht viel
Bohrer für Beton – Ohne eine Schlag passiert wohl nicht viel

Eine Bohrmaschine bringt einem natürlich nichts, wenn man nicht den passenden Bohrer hat. Wie der Name vermuten lässt, braucht für Beton und Stein auch einen Betonbohrer. Ein Steinbohrer ist in der Regel schwächer als ein Betonbohrer. Dies heißt aber nicht, dass man ihn nicht verwenden sollte. Schließlich greift der Steinbohrer das Material nicht so stark an wie andere Bohrer.

Wenn man bei einer Kalksteinwand einen Betonbohrer einsetzen würde, dann würde der Bohrer das Material nur unnötig beschädigen. Verwendet man aber einen Steinbohrer bei einer Betonwand, so könnte am Ende der Bohrer zerstört werden. Der Bohrer würde auch überhitzen und das Material unbrauchbar gemacht werden.

Die Erfahrungen haben aber gezeigt, dass die besten Betonbohrer eine Schlagbohrmaschine und ein Bohrhammer sind. Der Bohrhammer ist sogar noch ein bisschen besser als die Schlagbohrmaschine.

Mit welcher Bohrmaschine kann ich in Beton bohren

Eine Schlagbohrmaschine ist eine Bohrmaschine, die nicht nur eine normale Drehbewegung ausführt, sondern auch vibrationsähnliche Bewegungen in axialer Richtung ausführt. Diese Bewegungen können auch deaktiviert werden, wenn die Maschine nur zum Bohren in Holz oder Metall verwendet werden soll. Eine Schlagbohrmaschine erzeugt einen Schlag, der mechanisch verursacht wird. Die Bohrmaschine besitzt an der Antriebsachse eine Scheibe, die aus hochfesten Material besteht. Dieselbe Scheibe findet man im Gehäuse vor dem Lager vor.

Wenn sich eine Welle anfängt zu drehen, drückt sich die Bohrmaschinen nach hinten. Dabei rutschen die Kanten der Zahnscheiben übereinander. Anschließend schlägt die Maschine mit ihrem gesamten Gewicht nach vorne. Der entstehende Impuls überträgt sich auf das Bohrfutter und auf den Bohrer. Die Tatsache, dass die Impulsenergie gering ist, führt dazu, dass die Schlagbohrmaschine eine sehr hohe Schlagfrequenz hat.

Eine Schlagbohrmaschine wird verwendet, um feste Materialien wie Ziegelsteine oder Leichtbeton zu durchbohren. Die Schlagbohrmaschinen besitzen eine Wattleistung von 400 bis 1500 Watt. Modernere Maschinen besitzen eine stufenlose Drehzahlregelung mit Rechts- und Linkslauf.

Eine Schlagbohrmaschine ist ein wahres Multitalent. Sie kann für die unterschiedlichsten Bohrungen verwendet werden. Auch, wenn diese Bohrmaschine für das Bohren in Leichtbeton verwendet werden kann, wird es schwer sein normalen Beton mit der Schlagbohrmaschine zu durchbohren. Dies soll natürlich nicht heißen, dass es unmöglich ist ein Loch in Beton reinzubohren.

Es hängt am Ende davon ab, wieviel Kraft man einsetzt, um das Loch reinzubohren. Jedoch ist es nur in den seltensten Fällen möglich ein sauberes Ergebnis zu erhalten. Die Schlagbohrmaschine rutscht nämlich auch beim Beton sehr leicht ab. Daher eignet sich diese Maschine auch nur für Leichtbeton, also Beton, der in seiner Konsistenz einfacher beschaffen ist.

Eine bessere Wahl ist die Verwendung eines Bohrhammers. Der Bohrhammer verursacht kräftige Schläge, welche ihm ermöglich sich durch den Beton nach vorne durchzuarbeiten. Der Bohrhammer besitzt ein starkes Hammerwerk, mit dem es möglich ist weniger Druck auf das Gerät auszuüben. Daher ist es auch kein Wunder den Bohrhammer bei der Arbeit mit Beton zu bevorzugen. Der Kraftaufwand ist wesentlich geringer und es ist viel angenehmer ein Loch in den Beton zu bohren.

Beim Bohrhammer unterscheidet man zwischen verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet in drei unterschiedliche Arten:

  • Pneumatische Bohrhämmer: Sie werden durch Druckluft betrieben und eignet sich für den Bergbau. Ihr Gewicht liegt bei 40 bis 50 kg
  • Hydraulische Bohrhämmer: Funktionieren ähnlich wie die pneumatischen Bohrhämmer. Ihr Arbeitsmedium besteht aus der Hydraulikflüssigkeit. Diese Bohrhämmer sind sehr schwer und wiegen um die 150 kg und mehr
  • Elektrische Bohrhämmer: Sehr gut geeignet für die Arbeit zuhause, funktionieren auch ohne Druckluft, weisen aber gegenüber den pneumatischen Geräten eine geringere Leistung auf

Bohrhämmer wurden schon im späten Jahrhundert eingesetzt. Damals waren es die pneumatischen Bohrhämmer, die zum ersten Mal eingesetzt worden sind. Die Bohrer wurden überwiegend im Tunnelbau eingesetzt. Die hydraulischen Bohrer wurden im Jahr 1973 auf den Markt gebracht. Seit dem Jahr 1932 gab es dann auch die elektronisch betriebenen Bohrhämmer.

Lesetipp: Was ist zu beachten, wenn ich in Beton bohre?

Die Funktionsweise von Bohrhämmern beruht auf mathematischen Untersuchungen. Der Mathematiker hatte im Jahr 1857 einige Berechnungen durchgeführt und somit dem Bohrhammer eine technische Anwendung verliehen. Zu diesem Zeitpunkt war das Gerät noch als Bohrgerät bekannt. Es bekam einen kurzen, frei fliegenden Hammer und wurde an den drehenden Schaft angeschlossen. Dabei erzeugt das Schlagwerk die benötigte Energie.

Im Vergleich mit einer Schlagbohrmaschine erzeugt ein Bohrhammer deutlich wenige Schläge pro Minute. Es sind um die 5000 Schläge, die pro Minute auf den Beton einwirken würden. Dafür sind diese Schläge aber weitaus stärker als bei einer Schlagbohrmaschine. Diese enthält nämlich ein Spannfutter, welches die kinetische Energie des Schlages auffängt.

Video: Bohrer für Beton – Betonwand bohren Anleitung und Tutorial

Mit welchen Akkuschrauber kann ich in Beton bohren

Bevor wir auf die Frage eingehen, ob ein Akkuschrauber sich für das Bohren in Beton eignet, wollen wir im Vorfeld auf die Beschaffenheit eines Akkuschraubers eingehen. Denn viele ungeübte Heimwerker glauben immer noch, dass ein Akkuschrauber in seiner Funktionsweise und Leistung ähnlich ist wie eine normale Bohrmaschine. Dem ist aber nicht so. Es gibt deutliche Unterschiede.

Akkuschrauber gibt es auch in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sehr beliebt sind die Akku-Bohrschrauber. Sie vereinen Bohrmaschine und Akkuschrauber in einem Gerät. Viele Geräte besitzen ein Zweiganggetriebe. Ein Gang eignet sich für das langesame Schrauben und der anderen eignet sich für das schnelle Schrauben.

Damit man den Bohrer für die verschiedenen Schraubenarten einsetzen kann, verwendet man unterschiedliche Schraubaufsätze. Zudem können in einen Akkuschrauber auch unterschiedliche Bohrer in allen Größen eingespannt werden. Damit ein solcher Akku-Bohrschrauber an die Kraft einer klassischen Bohrmaschine herankommt, sollte er eine Leistung von mindestens 10 bis 15 Volt besitzen.

Dann gibt es noch die Akkuschrauber. Diese werden aufgrund ihrer geringen Größe auch als Akkuschrauber bezeichnet. Allerdings sind sie nur für das Schrauben geeignet. Akkuschrauber sind mit einem sehr geringen Drehmoment ausgestattet. Somit ist es nicht möglich mit diesem Gerät zu bohren.

Akku-Schlagschrauber sind dagegen stärkere Akkuschrauber. Der einzige Unterschied besteht darin, dass eine Vibrationsbewegung in Achsenrichtung erzeugt wird. Die pulsartige Drehbewegung sorgt dafür, dass ein sehr hohes Drehmoment erzeugt wird. Auf diese Weise wird eine höhere Kraft erzeugt.

Schließlich werden auch Akku-Schlagbohrschrauber verwendet. Diese sehen ähnlich aus wie klassische Akku-Bohrschrauber. Ähnlich wie beim Schlagschrauber entsteht eine pulsierende Kraft, die in die Richtung der Achse verläuft. Auf diese Weise wird mehr Druck ausgeübt, was gerade beim Bohren in harte Materialien wie Beton oder Stein von großem Vorteil ist.

Nachdem nun alle Arten von Akku-Bohrern aufgezeigt worden sind, kann schnell festgestellt werden, für welchen Zweck sich die verschiedenen Akku-Bohrer eignen.

So eignen sich Akku-Bohrschrauber für das Arbeiten mit Schrauben in Holz und Kunststoff für Anfänger und Heimwerker. Darüber hinaus kann der Akku-Bohrschrauber auch für das Bohren in Holz und Kunststoff verwendet werden.

Der Akkuschrauber dagegen ist nur für Anfänger geeignet. Der Anfänger kann mit diesem kleinen Gerät Schrauben in Holz und Kunststoff reinbohren. Eine Verwendung für das Bohren ist mit diesem Gerät nicht vorgesehen.

Der Akku-Schlagschrauber ist eine professionelle Version des Akku-Schraubers. Er eignet sich für das Schrauben in Holz, Kunststoff und Metall. Es sind insbesondere die Heimwerker und professionellen Heimwerker, welche dieses Gerät nutzen.

Schließlich stellt der Akku-Schlagbohrschrauber ein Gerät für fortgeschrittene Heimwerker und professionelle Handwerker dar. Mit diesem Bohrer können nicht nur Schrauben in Holz, Kunststoff und Metall verarbeitet werden, sondern auch das Bohren in Beton, Metall und Holz gewährleistet werden.

Zusammenfassend kann also behauptet werden, dass ein Akku-Bohrer auch für das Bohren in Beton geeignet ist. Dies mag ein bisschen überraschend klingen, denn viele Heimwerker denken, dass ein Akku-Bohrer überhaupt nicht für das Bohren in Beton geeignet ist. Genau aus diesem Grund wollten wir nochmal die unterschiedlichen Ausführungen von Akku-Schraubern aufzeigen, und anschließend die Verwendung für Beton ableiten.

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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