Eine mobile Werkstatt für Hobbyheimwerker

Wer zu Hause gerne und regelmäßig bastelt, schraubt und baut, der braucht auch eine richtige Werkstatt. Um Platz zu sparen, bieten sich mobile Werkstattwagen als gute Alternative zu herkömmlichen Werkbänken an.

Eine Werkbank bauen

Das Herzstück einer jeden Werkstatt ist die Werkbank. Hier können alle Werkzeuge sortiert verstaut werden. Außerdem bietet sie Platz für eigene Heimwerkerprojekte. Preiswert ist eine gute Werkbank allerdings nicht. Eine selbstgebaute Werkstatt ist daher eine günstigere Alternative.

Ein toller Vorteil ist dabei, dass man sie seinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen anpassen kann. Die Materialien dafür kann mich sich in jedem Baumarkt besorgen. Im Prinzip benötigt man nur eine robuste Hartholzplatte als Arbeitsplatte, vier senkrechte Pfosten sowie Längshölzer und Kanthölzer zur Verstärkung. Wichtig ist, dass man die Arbeitsplatte vorher mit einem Hartwachsöl behandelt.

Sobald das Grundgerüst, bestehend aus der Hartholzplatte und den vier Pfeilern steht, kann man sich an die Stromversorgung machen. Damit man später keine Steckdosen mehr suchen muss, empfiehlt es sich, eine Steckerleiste zu integrieren. Je nach Bedarf können unterhalb der Arbeitsplatte noch Schubladen oder weitere Regalfächer oberhalb angebracht werden.

Mobile Werkbänke für kleine Wohnräume

Wer in einer Wohnung lebt, hat in der Regel keinen Platz für einen Hobbykeller, in dem eine große Werkstatt untergebracht werden kann. Trotzdem haben Hobbyhandwerker die Möglichkeit, sich mit einem mobilen Werkstattwagen eine kleine Werkstatt einzurichten. Der Wagen ist platzsparend und bietet gleichzeitig genügend Stauraum, um alle wichtigen Werkzeuge unterzubringen.

Durch die Rollen kann der Werkstattwagen flexibel bewegt und sowohl drinnen als auch draußen genutzt werden. Auch wenn er gerade nicht in Gebrauch ist, kann man ihn einfach in die Inneneinrichtung integrieren. Mit einer Pflanze oder etwas Deko wirkt er wie ein moderner Beistellwagen. So haben auch Heimwerker mit kleinem Wohnraum die Möglichkeit, sich zu Hause bei ihren Projekten auszutoben.

Do it yourself: Ideen für eigene Heimwerkerprojekte

Selbermachen statt teuer kaufen lautet dabei die Devise. Das ist nicht nur günstiger, sondern bringt auch eine Menge Spaß. Der beliebteste Baustoff dafür ist nach wie vor Holz. Aus einfachen Holzlatten aus dem Baumarkt lässt sich so ziemlich alles bauen: ein Puppenhaus für die Kinder, Bilderrahmen oder ein Regal sind nur wenige Beispiele der unzähligen Möglichkeiten. Auch alte Holzpaletten sind beliebt, um sich daraus ein Bett oder eine Sitzgelegenheit zu bauen.

Ob direkt als ganzes Sofa oder als kleine Liege für den Balkon, mit den passenden Sitzkissen werden die Holzpaletten richtig gemütlich. Für Anfänger eignen sich alte Weinkisten aus Holz besonders gut. Die Kisten können abgeschliffen und als kleiner Abstelltisch verwendet werden. Sie können aber auch als einzelnes Regalfach an der Wand befestigt oder zu einem richtigen Regal mit mehreren Fächern übereinandergestapelt werden. Aber auch als Blumenkästen eignen sie sich, wenn sie mit etwas Teichfolie ausgeschlagen werden.

Wenn die Weinkisten outdoor verwendet werden sollen, sollten sie vorher jedoch lackiert werden, da sie sonst sehr schnell verwittern und wirklich nicht mehr schick aussehen. Aber es gibt noch weitere Ideen mit Holz. Eine alte Holztür, zum Beispiel von einem Schrank, kann mit etwas Farbe und Kleiderhaken im Handumdrehen in eine Garderobe verwandelt werden. Wem die Holzoptik gefällt, kann auch einfach vier Füßen an die Tür anbringen und hat mit wenigen Handgriffen einen wirklich individuellen Couchtisch gezaubert. Die Möglichkeiten sind hier beinahe grenzenlos. Dabei können alte Schätze zu neuen Lieblingen werden, die sicher niemand sonst in dieser Form hat.

Auf Kreativblogs und Heimwerkerseiten kann man sich tolle Inspirationen und Anleitungen zum Nachmachen suchen. Auch Anfänger können dabei tolle Ergebnisse erzielen, da manche Anleitungen durchaus einfacher sind als gedacht und somit auch mit wenig Erfahrung und Hintergrundwissen umgesetzt werden können. Außerdem eignet sich Selbstgemachtes auch als Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Es ist schließlich ein persönliches Geschenk, das von Herzen kommt und einen hohen immateriellen Wert besitzt.

Upcycling: aus Alt wird Neu

Es müssen nicht immer neue Möbel sein. Auch alten Möbeln kann man mit einem neuen Anstrich zu neuem Glanz verhelfen. Gerade in Zeiten des Treibhauseffekts und der Umweltverschmutzung, insbesondere der Meere, wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Upcycling ist zum Trend geworden. Dabei sieht man den alten Möbeln anschließend auch gar nicht mehr an, dass sie schon jahre- oder jahrzehntelang in Gebrauch sind. Bei Holzmöbeln muss allerdings beachtet werden, dass sie zunächst abgeschliffen werden müssen, bevor sie neu angestrichen werden können.

Auch veraltete Erbstücke können damit in die aktuelle Zeit geholt werden. Gerade dunkle Holzmöbel, beispielsweise aus Mahagoni, wirken mit weißer oder einer anderen hellen Farbe weniger wuchtig und deutlich moderner. Anschließend ist es auch nicht schlimm, wenn die Möbel nicht perfekt aussehen und möglicherweise ein bisschen Farbe wieder abblättert. Schließlich ist Shabby Chic einer der Wohn- und Einrichtungstrends für 2018. Eigentlich bezieht sich Shabby Chic auch neue Möbel, die auf alt gemacht sind. Viel authentischer wirkt der Stil jedoch, wenn tatsächlich alte Möbel neu interpretiert werden. Ein Vorteil dieser DIY-Variante ist außerdem, dass er deutlich günstiger ist als der Vintage-Look.

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