Zahlt die Hausratversicherung wenn Waschmaschine oder Spülmaschine ohne Aquastop undicht wird

Ein Wasserschaden durch eine Waschmaschine kann teuer werden – besonders wenn kein Aquastop vorhanden ist. Viele Mieter und Eigentümer fragen sich daher, ob die Hausratversicherung in einem solchen Fall einspringt. Grundsätzlich deckt die Versicherung Schäden ab, die durch austretendes Leitungswasser entstehen. Allerdings gibt es klare Sorgfaltspflichten, die beachtet werden müssen. Wer den Wasserhahn nicht zudreht oder die Maschine unbeaufsichtigt laufen lässt, riskiert, selbst für den Schaden haften zu müssen. Ein Aquastop kann hier die entscheidende Sicherheit bieten.

Zahlt die Hausratversicherung wenn Waschmaschine oder Spülmaschine ohne Aquastop undicht wird
Zahlt die Hausratversicherung wenn Waschmaschine oder Spülmaschine ohne Aquastop undicht wird

Das Wichtigste in Kürze zu Waschmaschine ohne Aquastop

  • Hausratversicherung zahlt nur bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und Einhaltung der Sorgfaltspflichten
  • Ohne Aquastop kann die Versicherung die Regulierung verweigern
  • Mieter müssen den Wasserzulauf nach dem Waschgang schließen und die Maschine beaufsichtigen
  • Ein Aquastop ist keine Pflicht, bietet aber erheblichen Schutz vor Wasserschäden
  • Sowohl Waschmaschine als auch Spülmaschine sollten nachgerüstet werden, um Risiken zu minimieren

Zahlt die Hausratversicherung, wenn eine Waschmaschine ohne Aquastop undicht wird?

In der Regel zahlt die Hausratversicherung nicht, wenn ein Wasserschaden durch eine Waschmaschine ohne Aquastop entsteht. Der Grund: Nutzer haben Sorgfaltspflichten – sie müssen den Wasserhahn schließen und die Maschine beaufsichtigen. Ein fehlender Aquastop gilt als vermeidbares Risiko, weshalb die Versicherung die Kosten oft ablehnt.

Schutz vor Wasserschaden durch Waschmaschine oder Spülmaschine ist wichtig

Es ist natürlich eine gute Frage, ob die Hausratsversicherung zahlt, wenn eine Waschmaschine ohne Aquastop undicht wird. Grundsätzlich übernimmt die Hausratsversicherung die Verantwortung, wenn unerwartet Wasser austritt und die Möbeln und Innenausstattung der Wohnung beschädigt werden. Wasserschäden können beispielsweise ausgelöst werden durch Unfälle an einer Waschmaschine. Und doch ist es meist nicht so einfach.

Zuerst muss geklärt werden, ob der Mieter für den Schaden verantwortlich ist. Ein Mieter muss bei einer Waschmaschine Sorgfaltspflichten beachten. Beispielsweise dürfen Waschmaschinen nicht unbeaufsichtigt laufen. Es muss immer kontrolliert werden, dass der Wasserzulauf gesperrt wird, wenn ein Defekt eintritt. Und auch wenn der Waschvorgang beendet ist, muss der Zulaufhahn geschlossen werden. Sofern der Mieter diese Pflichten verletzt, muss er auch den entstandenen Schaden ersetzen.

Daher kann man sagen, dass die Hausratsversicherung für den Schaden nicht aufkommen wird, wenn eine Waschmaschine ohne Aquastop vorhanden ist. Denn der Aquastop hat ja die Aufgabe den Zulauf des Wassers zu unterbinden, sofern ein Defekt am Schlauch eintritt. Dies kann aber nicht gewährleistet werden, wenn kein Aquastop am Schlauch befestigt ist.

Insofern solle man sich zwingend mit der Frage beschäftigen, ob es nicht Sinn macht einen Aquastop auf der Waschmaschine zu installieren. Wenn man die ganze Zeit zuhause ist, und die Waschmaschine beaufsichtigen kann, dann ist dies vielleicht unbedingt erforderlich. Doch sollte man bedenken, dass man nicht immer die Möglichkeit hat stundenlang auf seine Waschmaschine zu schauen. Und wenn man gerade den Haushalt macht und die Wohnung säubert, dann ist man während die Waschmaschine läuft, mit vielen anderen Dingen gleichzeitig beschäftigt.

Praxistipp: Aquastopp richtig reparieren

Muss der Aquastop an der Waschmaschine durch einen Installateur installiert werden

Einen Aquastop kann man in der Regel eigenständig auf die Waschmaschine draufmachen. Ein Installateur ist nicht wirklich erforderlich. Den Aquastop aus der Verpackung nehmen und dann ohne Handwerker an die Waschmaschine anschließen. Das Installieren ist kinderleicht.

Muss ich einen Aquastop an der Waschmaschine nachrüsten

Grundsätzlich ist man nicht dazu verpflichtet einen Aquastop auf eine Waschmaschine zu montieren. Allerdings bietet ein Aquastop eine höhere Sicherheit, sofern ein Defekt des Schlauches eintreten sollte. Sicherlich haben die meisten Menschen noch nie erfahren wie es ist, wenn ein Defekt am Wasserschlauch eintritt. Und das ist natürlich auch gut so, denn die Auswirkungen können verheerend sein und die Existenz gefährden.

Man stelle sich vor, dass man von einem einfachen Haushaltseinkauf nach Hause kommt und plötzlich die gesamte Wohnung unter Wasser steht. Nicht nur ist das schädlich für die eigene Wohnung, sondern auch für die Wohnung der Nachbarn. Diese werden sich beschwert haben, weil ihre Decke auf einmal richtig nass geworden ist und Schimmel sich gebildet hat oder Möbel beschädigt worden sind. Und oftmals wird nicht nur eine Nachbarwohnung beschädigt, sondern auch weitere. Problematisch ist hier auch die Tatsache, dass die Hausratsversicherung nicht wirklich einspringen möchte, wenn kein Aquastop an der Waschmaschine eingerichtet ist.

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Denn eigentlich ist jeder Bewohner dafür verantwortlich, dass der Zulaufschlauch für die Waschmaschine geschlossen wird, wenn die Waschmaschine nicht mehr läuft. Auch sollte eine Waschmaschine immer beaufsichtigt werden, wenn sie läuft. Und das Verlassen der Wohnung während die Waschmaschine ohne Aquastop läuft, ist nicht gerade clever.

Diejenigen, die einen Wasserschaden bereits erlebt haben, werden nie wieder ihre Wohnung verlassen während ihre Waschmaschine läuft. Oder diese Menschen werden bereits einen Aquastop auf ihrer Waschmaschine eingerichtet haben. Insofern sollte man den möglichen Wasserschaden niemals unterschätzen.

Ein Aquastop ist keine Pflicht, wirkt aber wie eine Art Versicherung und kann nebenbei noch die Existenz einer Person schützen. Wir raten stets zum Kauf eines Aquastops. Denn er ist sehr preiswert und kann ohne technisches Geschick und Handwerker auf jede beliebige Waschmaschine montiert werden.

Warum sollte ich bei der Spülmaschine einen Aquastop nachrüsten

Eine Spülmaschine wird genauso wie eine Waschmaschine stark beansprucht. Das Gesetzt besagt, dass wir als Besitzer eine Spülmaschine stets dazu aufgefordert sind den Zulaufschlauch zuzudrehen, wenn die Maschine nicht mehr in Betrieb ist. Gleichermaßen besagt das Gesetzt, dass wir Sorgfaltspflichten besitzen, d. h. wir müssen uns anschauen, ob die Maschine betriebstüchtig ist, bevor wir sie überhaupt nutzen wollen.

Des Weiteren müssen wir stets ein Auge auf die Maschine halten, wenn diese gerade in Betrieb ist. Auch das Entfernen von der Spülmaschine zum Einkauf oder anderen Dingen außerhalb des Haushaltes, ist nicht wirklich gestattet. Denn was passiert, wenn der Zulaufschlauch beschädigt wird und das Wasser rausließt. Man mag sich gar nicht denken, wenn ein solcher Fall eintritt.

Was dann nämlich passiert ist, dass der Wasserschaden nicht nur die eigene Wohnung beschädigt, sondern auch die Inneneinrichtung von den Nachbarn. Ist ein solcher Wasserschaden einmal eingetreten, so wird dies nicht nur teuer, sondern hat auch spürbare Konsequenzen was die Beziehungen zu den Nachbarn angeht.

Besteht die Pflicht zum nachrüsten eines Aquastopps bei Spülmaschine und Waschmaschine?

Grundsätzlich ist es so, dass wir nicht immer die Augen auf einer Spülmaschine halten können. Wir sind zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, wenn die Spülmaschine läuft und wir gerade die Nahrungsmittel in den Kühlschrank machen oder ähnlichen Dingen im Haushalt nachgehen. Insofern macht es also Sinn einen Aquastop auf der Spülmaschine zu montieren. Das Ganze hat den Zweck, dass man viel mehr innere Ruhe haben wird. Denn man kann sich bewusst sein, dass ein Wasserschaden jetzt so gut wie möglich unterbunden werden kann.

Es ist nach wie vor keine Pflicht einen Aquastop auf seiner Spülmaschine zu haben, und trotzdem machen es viele Menschen. Keiner möchte einen Wasserschaden haben. Insofern kann man den Aquastop auch als eine Art Garantie oder Versicherung betrachten. Auf jeden Fall lässt es sich mit einem Aquastop viel angenehmer leben und die Wohnung kann man auch verlassen während die Spülmaschine läuft.

Hausrat- vs. Haftpflichtversicherung – wer zahlt wann?

Viele Verbraucher verwechseln die Leistungen von Hausrat- und Haftpflichtversicherung im Zusammenhang mit Wasserschäden. Während die Hausratversicherung für Schäden innerhalb der eigenen Wohnung zuständig ist, greift die Haftpflichtversicherung dann, wenn Nachbarwohnungen betroffen sind. Läuft also eine Waschmaschine ohne Aquastop aus und beschädigt die Möbel des Mieters, reguliert die Hausratversicherung diesen Schaden – sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Werden jedoch die Wände oder Böden der Nachbarwohnung durchlaufendes Wasser zerstört, kann die private Haftpflichtversicherung in Anspruch genommen werden. Fehlt ein Aquastop, sehen Versicherer hier schnell ein vermeidbares Risiko und prüfen den Fall streng. Deshalb ist es wichtig, die Zuständigkeiten zu kennen und beide Versicherungen im Blick zu haben.

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Einfache vs. grobe Fahrlässigkeit im Versicherungsfall

Ob die Versicherung zahlt, hängt stark vom Verhalten des Nutzers ab. Wird eine Waschmaschine unbeaufsichtigt über viele Stunden laufen gelassen und tritt dabei ein Wasserschaden auf, kann dies als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. In diesem Fall darf die Versicherung die Leistung kürzen oder komplett verweigern.

Wird der Schaden jedoch trotz Sorgfaltspflicht verursacht – etwa durch einen plötzlich geplatzten Schlauch – liegt einfache Fahrlässigkeit vor. Dann ist die Chance auf Regulierung deutlich höher. Ein fehlender Aquastop kann aber auch hier negativ ausgelegt werden, da Versicherer argumentieren, der Schaden wäre vermeidbar gewesen. Verbraucher sollten daher im Zweifel prüfen, ob ihre Police einen Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit enthält.

Kosten und Nutzen eines Aquastops

Ein Aquastop ist bereits ab 20 bis 40 Euro erhältlich und kann meist ohne Installateur nachgerüstet werden. Verglichen mit den potenziellen Schäden, die schnell mehrere tausend Euro betragen können, ist dies eine sehr geringe Investition. Auch bei modernen Geräten mit werkseitigem Aquastop lohnt es sich, regelmäßig die Funktion zu prüfen.

Viele Hersteller bieten kombinierte Schläuche mit Sicherheitsventilen, die bei Leckage sofort den Wasserfluss unterbrechen. Der Nutzen geht weit über die eigene Wohnung hinaus, da auch Schäden an Nachbarwohnungen verhindert werden können. Zudem steigt die Akzeptanz bei Versicherern, wenn ein Aquastop vorhanden ist. Damit gilt das kleine Bauteil als kostengünstiger Risikoschutz, der im Ernstfall Existenzen retten kann.

Typische Versicherungsbedingungen bei Wasserschäden

In den meisten Versicherungsverträgen ist klar geregelt, dass Schäden durch Leitungswasser übernommen werden – allerdings nur bei bestimmungsgemäßem Gebrauch. Dazu zählt, dass Maschinen nicht unbeaufsichtigt laufen und der Wasserhahn nach Gebrauch geschlossen wird.

Einige Versicherungen führen in den Bedingungen sogar explizit den Aquastop als empfohlene Sicherheitsmaßnahme auf. Andere prüfen, ob grobe Fahrlässigkeit vorlag, und passen die Entschädigung entsprechend an. Daher sollten Verbraucher unbedingt ihre Policen durchsehen und auf Klauseln wie „Fahrlässigkeitsverzicht“ achten. Nur so lässt sich vermeiden, dass im Ernstfall hohe Kosten selbst getragen werden müssen.

Nachrüstpflicht – rechtliche Einordnung

Eine gesetzliche Pflicht, einen Aquastop an Wasch- oder Spülmaschinen zu installieren, besteht aktuell nicht. Dennoch gibt es eine anerkannte Sorgfaltspflicht: Nutzer müssen alles Zumutbare tun, um einen Wasserschaden zu verhindern. Kommt es zum Schaden und ein Aquastop fehlt, kann dies als Pflichtverletzung ausgelegt werden.

Vor Gericht haben Mieter dann oft schlechte Karten, da Richter davon ausgehen, dass einfache und kostengünstige Schutzmaßnahmen hätten ergriffen werden können. Besonders Vermieter legen deshalb immer öfter fest, dass ihre Mieter ein Gerät nur mit Aquastop betreiben dürfen. Auch Versicherungen werten das Nachrüsten als positive Risikoverringerung. Rechtlich mag es keine Pflicht geben – praktisch ist ein Aquastop jedoch nahezu unverzichtbar.

Grobe Fahrlässigkeit durch Gerichtsurteile definiert

Die Frage, ob die Hausratversicherung zahlt, wenn Waschmaschine oder Spülmaschine ohne Aquastop undicht wird, hängt oft von der juristischen Bewertung der groben Fahrlässigkeit ab. Gerichte haben hierzu klare Maßstäbe gesetzt: Das OLG Oldenburg (Az. 3 U 6/04) stufte den Betrieb einer Maschine ohne Aquastop nach mehreren Jahren als grob fahrlässig ein.

Das AG Hamburg-St. Georg (Az. 920 C 139/15) verlangte eine regelmäßige akustische und optische Kontrolle. Wer die Maschine unbeaufsichtigt lässt, insbesondere über Nacht oder für mehrere Stunden Abwesenheit, riskiert die volle Haftung für den Schaden – es sei denn, der Tarif schließt grobe Fahrlässigkeit ausdrücklich mit ein.

Die Dreiteilung der Zuständigkeit im Schadenfall

Beim Wasserschaden durch eine undichte Waschmaschine sind typischerweise drei Versicherungsarten betroffen. Zuerst zahlt die Hausratversicherung, welche für alle Schäden an Ihrem beweglichen Eigentum (Möbel, Elektronik, Teppiche) zuständig ist. Die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers kommt für Schäden an der Bausubstanz (Wände, Decken, Estrich) auf.

Verursacht das Wasser Schäden am Eigentum des Nachbarn (z. B. durchnässte Decke), greift schließlich Ihre Privathaftpflichtversicherung. Eine fehlende Aquastop-Sicherung kann dazu führen, dass die Gebäude- oder Haftpflichtversicherung Sie aufgrund grober Fahrlässigkeit in Regress nimmt.

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Nachrüstung als einfache Risikominderung

Unabhängig von der Frage, ob Ihre Hausratversicherung zahlt, wenn Waschmaschine oder Spülmaschine ohne Aquastop undicht wird, sollten Sie das Risiko minimieren. Moderne, hochwertige Waschmaschinen verfügen standardmäßig über den AquaStop; ältere oder einfachere Modelle können Sie jedoch einfach nachrüsten.

Ein mechanisches oder elektronisches Zwischenstück für den Zulaufschlauch kostet oft weniger als 50 Euro und unterbricht die Wasserzufuhr bei einem Defekt automatisch. Diese geringe Investition eliminiert den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit und schützt effektiv vor teuren Wasserschäden an Mobiliar und Bausubstanz.

Fazit

Neben der technischen Nachrüstung gibt es einfache Verhaltensregeln, die helfen, Streit mit der Versicherung zu vermeiden. Verbraucher sollten die Waschmaschine niemals unbeaufsichtigt über Nacht oder während längerer Abwesenheit laufen lassen.

Nach jedem Waschgang sollte der Wasserhahn geschlossen werden. Zudem empfiehlt es sich, die Schläuche regelmäßig auf Risse oder Abnutzungen zu kontrollieren und diese bei ersten Anzeichen sofort auszutauschen. Wer zusätzlich Fotos von der Installation und den Wartungsintervallen aufbewahrt, kann im Schadensfall nachweisen, dass er seine Pflichten ernst genommen hat. Diese präventiven Maßnahmen erhöhen die Chancen erheblich, dass die Versicherung im Ernstfall zahlt.

Quellen:


FAQ

Was ist der Aquastop und wie funktioniert er?

Der Aquastop ist ein Sicherheitssystem, das bei Leckagen oder einem beschädigten Zulaufschlauch die Wasserzufuhr sofort unterbricht. Er minimiert das Risiko eines großen Wasserschadens durch Haushaltsgeräte wie Spül- oder Waschmaschinen.

Gilt das unbeaufsichtigte Laufenlassen als grob fahrlässig?

Ja, Gerichte sehen eine längere Abwesenheit (oft über zwei Stunden) oder den Betrieb über Nacht ohne Aquastop oft als grob fahrlässig an. Dies kann dazu führen, dass die Hausratversicherung ihre Leistung kürzt oder ganz verweigert.

Muss ich eine Waschmaschine mit Aquastop besitzen, damit die Hausratversicherung zahlt?

Es gibt keine generelle Pflicht zum Aquastop, aber Versicherer können bei dessen Fehlen eine erhöhte Aufsichtspflicht verlangen. Fehlt die Aquastop-Funktion und der Schaden entsteht während längerer Abwesenheit, kann die Versicherung grobe Fahrlässigkeit geltend machen.

Welche Schäden deckt die Hausratversicherung im Falle eines Wasserschadens ab?

Die Hausratversicherung deckt alle Schäden an Ihrem beweglichen Eigentum, wie zum Beispiel durchnässte Möbel, Teppiche, Kleidung oder Elektronikgeräte. Sie erstattet in der Regel den Wiederbeschaffungswert (Neuwert) der beschädigten Gegenstände.

Wer zahlt den Schaden an der Bausubstanz, wenn die Waschmaschine ausläuft?

Schäden am Gebäude selbst, wie durchnässte Wände, Böden oder Mauerwerk, werden von der Wohngebäudeversicherung des Eigentümers übernommen. Diese kann jedoch den Verursacher in Regress nehmen, wenn grobe Fahrlässigkeit vorlag.

Wer zahlt, wenn das Wasser zum Nachbarn läuft?

Wenn das aus Ihrer Maschine austretende Wasser Schäden beim Nachbarn verursacht, ist Ihre private Haftpflichtversicherung zuständig. Sie reguliert die Schäden am Eigentum des Nachbarn bis zur vereinbarten Deckungssumme.

Was muss ich sofort tun, wenn ich einen Wasserschaden bemerke?

Sie müssen den Wasserzulauf sofort stoppen, das Gerät vom Stromnetz trennen und schnellstmöglich Maßnahmen zur Schadenminderung ergreifen (z. B. Wasser aufwischen). Melden Sie den Schaden danach unverzüglich Ihrer zuständigen Versicherung.

Kann ich den Aquastop nachrüsten?

Ja, Aquastop-Systeme können nachträglich und unkompliziert an den Wasserhahn angeschlossen werden. Eine solche Nachrüstung wird dringend empfohlen, um das Risiko eines Schadens und den Vorwurf grober Fahrlässigkeit zu minimieren.

Ist grobe Fahrlässigkeit immer vom Versicherungsschutz ausgeschlossen?

Nein, viele moderne und höherwertige Hausratversicherungs-Tarife bieten eine Klausel zur Mitversicherung grober Fahrlässigkeit. Diese Option sollte gezielt geprüft und ausgewählt werden, da sie im Schadenfall ohne Aquastop entscheidend ist.

Zahlt die Hausratversicherung auch die Reparatur der defekten Waschmaschine selbst?

In den meisten Basis-Tarifen der Hausratversicherung ist die Reparatur oder der Ersatz des defekten Haushaltsgeräts selbst nicht enthalten. Hierfür wäre eine separate Geräteversicherung oder eine Elektronik-Zusatzversicherung notwendig.

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