Lichtkonzept: Beleuchtung im Schlafzimmer richtig einsetzen

Das Schlafzimmer ist ein Ort von Ruhe, Erholung und Entspannung. Gemütliche Stoffe, weiche Teppiche und ein großes einladendes Bett sind Kernpunkte des Raumes. Die perfekte Wohlfühlatmosphäre entsteht jedoch erst mit einem guten Lichtkonzept. Hier kommt es auf einen ausgewogenen Mix aus Allgemeinbeleuchtung, Akzenten an der Wand, Leselampen und den beleuchteten Kleiderschrank an. Dabei vereint sich Funktionalität mit einer angenehmen Behaglichkeit. Das Licht muss also beim Renovieren genau geplant und den vielfältigen Anforderungen gerecht werden.

Auf mehrere Lichtquellen setzen – ein stimmiger Mix

Das Schlafzimmer ist viel mehr, als nur ein Raum zum Schlafen. Deshalb sollte die Beleuchtung gleich mehrere Ziele bedienen. Sie schafft ein angenehmes Gefühl im Zimmer und birgt gleichzeitig mehrere Funktionen. Im Bett wird schließlich auch gekuschelt, gelesen, gearbeitet oder ferngeschaut. Auf diese Anforderungen muss ein intelligentes Lichtkonzept eingehen können.

Stimmig wird es erst mit einem ausgewogenen Mix aus verschiedenen Lichtquellen. Sie müssen getrennt voneinander gesteuert werden, um das Ambiente im Raum jeweils anpassen zu können. Zentrales Element dabei ist eine gute Grund- und Allgemeinbeleuchtung. Sie wird über eine Deckenleuchte, eine Pendelleuchte oder ein Schienensystem am besten realisiert und werden je nach Raumschnitt und Raumgröße ausgewählt.

Dreh- und schwenkbare Wandleuchten oder gar Stehleuchten sorgen für ein diffuses und gemütliches Licht. Eine weitere Akzentbeleuchtung kann über Bodenleuchten in den Raum gebracht werden. Daneben sollte es klassische Tisch- oder Leseleuchten geben, die in der Nähe der Nachtschränke Platz finden. Bestenfalls ist vorher schon die Einrichtung des Schlafzimmers bekannt. Für ein stimmiges Gesamtbild bietet sich bei den Möbeln ein  Schlafzimmer komplett Set an, wie auch die Experten von wohnen.de wissen. Die Sets bestehen meist aus einem großen Bett, einem Schrank und den passenden Nachttischen – alles in einem abgestimmten Design. Sind Maße und Ausrichtung der Möbel bekannt, kann es an das Lichtkonzept gehen.

Deckenbeleuchtung am besten dimmbar

Die Grundbeleuchtung kann über Anbauleuchten oder Strahler gelöst werden. Strahler haben hier keinen klaren Vorteil: sie lassen sich flexibel ausrichten. Allerdings werfen sie immer einen bestimmten Lichtkegel. Wer kein Deckenlicht mag, sorgt mit mehreren Stehleuchten für ausreichend Helligkeit. Deckenfluter bieten dabei ein indirektes Licht und lassen den Raum etwas größer wirken.

Besonders wichtig ist im Schlafzimmer aber eine Dimmfunktion. So lässt sich das Licht individuell an die Tageszeit und die jeweilige Stimmung anpassen. Schalter und Dimmer sollten sowohl an der Schlafzimmertür, als auch am Schlafplatz zu finden sein. Die Schaltkreise dafür sind schon bei der Raumplanung zu beachten.

Wandleuchten und kleine Nachttischlampen – für eine gemütliche Atmosphäre

Eine zusätzliche Lichtquelle am Bett darf nicht fehlen. Diese kann in Form von Nachttischlampen oder von kleinen festmontierten Wandleuchten realisiert werden. Wichtig hierbei: das Licht darf nicht blenden oder zu hell sein. Besonders angenehm ist eher ein sanftes und diffuses Licht. Leseratten brauchen einen dreh- oder schwenkbarem Arm an der Lampe, um das Licht immer direkt auf das Buch ausrichten zu können.

Ähnlich verhält es sich bei der Arbeit am Laptop. Hier darf der Lichtkegel aber nicht zu sehr auf dem Bildschirm blenden. Der Lichtschalter für diese Beleuchtung muss vom Bett aus erreichbar sein. Bestenfalls lassen sich auch hier alle Lampen getrennt voneinander schalten und dimmen.

LED-Beleuchtung im Schlafzimmer – Tricks mit RGB

Die LED Beleuchtung hat vollkommen neue Wege in den Lichtkonzepten eröffnet. Das gilt natürlich auch im Schlafzimmer. Durch verschiedene Farbe und eine flexible Schaltung lässt sich die gewünschte Atmosphäre einstellen. Am besten eignet sich ein Lichtschlauch mit RGB Farbwechsler. Dieser kann dezent hinter einem Schrank oder unterm Bett befestigt werden und scheint indirekt in den Raum. Das atmosphärische Licht bedient sich dabei der gesamten Farbpalette oder stellt verschiedene Lichtmuster nach.

Im praktischen Sinne – Spiegel- und Schrankbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung sorgt zwar für ausreichend Helligkeit im Raum und dennoch erscheinen kleinen Nischen, der Schminktisch oder sogar der Kleiderschrank relativ dunkel. Hier muss praktisches Licht her in Form von Spots. Vor dem Kleiderschrank lassen sich Strahler oder Lichtleisten anbringen, die genau auf das Innere ausgerichtet werden. Hier genügt ein Abstand von etwa 50 – 80 cm. Schubladen, Fächer und Kleiderstangen werden dadurch ausreichend beleuchtet. Eine andere Möglichkeit bietet das nachrüstbare Licht im Schrankscharnier.

Darüber hinaus sollte jedes Schlafzimmer auch einen großen Spiegel zum Ankleiden besitzen oder gar einen kleinen Schminktisch mit separaten Spiegel. Das Spiegelbild wird bei eingeschalteter Deckenbeleuchtung allerdings von deinem Schatten überdeckt und nicht ausreichend genug reflektiert. Hier helfen nur zusätzliche Lichtquellen weiter, um den unschönen Schatten zu verhindern. Am besten sind zwei Wandleuchten rechts und links neben der Spiegelfläche anzubringen. Allerdings kann dieses Licht durchaus blenden. Hier gibt es spezielle Spiegelleuchten, die sich eher diffus zeigen und auch bei Schminktischen zum Einsatz kommen.

Hinweis: Die Beleuchtung vor Schrank und Spiegel benötigt eine möglichst genaue Farbwiedergabe. Sonst sieht die Kleidung im Tageslicht plötzlich anders aus und das zusammengestellte Outfit passt nicht mehr zusammen.

Farbtemperatur: auf warmweißes Licht setzen

Warmweißes Licht hat eine sehr angenehme und beruhigende Wirkung. Es hilft beim Einschlafen und ist für Augen und Körper nicht zu anstrengend. Allerdings muss es diffus und gleichmäßig im Raum verteilt sein. Licht sollte niemals blenden und eher dezent wirken. Als Beleuchtungsstärke für die Allgemeinbeleuchtung werden etwa 100 bis 200 Lux empfohlen. Das warmweiße Licht hat dabei eine Farbtemperatur von 2.700 Kelvin.

Checkliste für das Schlafzimmer Lichtkonzept:

  • Grundbeleuchtung über Strahler oder Anbauleuchten
  • Stehleuchten und Wandleuchten als gute Alternative
  • Schwenkbare Leuchten am Bett
  • gute Erreichbarkeit der Lichtschalter
  • dimmbare Lampen für wohlige Atmosphäre
  • farbiges Licht über LED-Stripes
  • praktische Beleuchtung für Spiegel und Kleiderschrank
  • Lichtfarbe am besten warmweiß

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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