Stammholz, Scheitholz oder Stückholz für den Kamin?

Es ist nicht immer einfach ein Neueinsteiger unter den Kaminofenbesitzern zu sein. Im Internet und im Handel werden nämlich viele Begriffe rund ums Thema Brennholz genutzt – darunter auch Begriffe wie Stammholz, Scheitholz und Stückholz. Aber was bedeuten eigentlich diese Begriffe und haben sie eventuell auch Synonyme?

Stammholz steht für ungeschnittene Stämme

Die größte gebräuchliche Holzeinheit im Handel ist das Brennholz in Form von Stammholz. Ein Synonym für Stammholz ist auch der Begriff Langholz. Im Endkundenhandel ist mit dem Begriff Stammholz oft ein Meter langes Kaminholz gemeint, das in dieser Form sehr günstig angeboten wird.

Lesen Sie auch: Balkonbelag – Wasserdicht und witterungsbeständig?

Schließlich muss das Stammholz noch entsprechend bearbeitet d.h. gesägt, gespalten und getrocknet werden. Dabei wird noch zwischen abgelagertem Stammholz und Frischholz zu unterschieden. Frisches Langholz muss noch 1-2 Jahre getrocknet werden und kann daher nicht sofort zum Heizen benutzt werden. Der Käufer sollte schon vor dem Kauf feststellen, ob sich das Stammholz noch in Form von Rundholz befindet oder wurde das Langholz schon mit einem Holzspalter länglich gespaltet.

Stammholz, Scheitholz oder Stückholz für den Kamin? Was hält richtig warm
Stammholz, Scheitholz oder Stückholz für den Kamin? Was hält richtig warm

Nicht gespaltetes Holz trocknet immer langsamer als bereits gespaltenes und braucht natürlich noch mehr Anstrengung und Aufwand bei der Vorbereitung. In der Forstwirtschaft werden die Begriffe Stammholz und Langholz allgemein als Begriff für ungeschnittene Stämme verwendet. Um unerwünschte Überraschungen zu vermeiden lohnt es sich nachzufragen, ob es sich dabei tatsächlich um meterlange und bereits gespaltene Baumstämme handelt.

Scheitholz und Stückholz bezeichnen „fertiges“ Brennholz

In der Regel werden die Begriffe Scheitholz und Stückholz synonym verwendet. Diese Begriffe bezeichnen fertig gespaltenes Brennholz, das auf einheitliche Längen von 25 cm oder 33 cm zugeschnitten wurde. Also im Prinzip ist Stückholz bzw. Scheitholz fertig vorkonfektioniert und für die meisten Kaminöfen geeignet.

Hier kann man auch frisches und trockenes Holz mit einer Restfeuchte von unter 22 %, unterscheiden. Einige Händler bieten auch kammergetrocknetes Scheitholz an. Dieses Scheitholz wurde künstlich getrocknet und hat oft eine noch niedrigere Restfeuchte als luftgetrocknetes Scheitholz (oft unter 18%) und somit auch einen höheren Brennwert.

Lesetipp: Estrich versiegeln – Estrich als Bodenbelag?

Das Scheitholz wird in entsprechenden Gitterboxen gestapelt geliefert und meist in zwei unterschiedlichen Maßgrößen angeboten – als Schüttraummeter und als „echter“ Raummeter. Scheitholz wird vorzüglich als Brennholz verwendet, kann aber auch zur Herstellung von Holzspan benutzt werden. Beim Span handelt es sich um besonders dünn gespaltenes oder gehobeltes Holz, das als Anfeuerholz dient.

Anfeuerholz, Anmachholz und Kleinholz

Insbesondere in Baden-Württemberg wird für das Spanholz als Anfeuerholz auch der Begriff Spächtele verwendet. In Österreich ist der Ausdruck Spreissel üblich. Für die Erschaffung werden Holzspäne von größeren Holzstücken mit dem Beil sehr dünn abgespalten, während für die weichen Holzsorten schon ein Messer als Spaltgerät genügt.

Das durchschnittliche Anfeuerholz ist bis zu 20 cm lang, sollte jedoch nicht dicker als 1 cm sein. Nach der Herstellung von Anmachholz soll es am besten noch zum Abtrocknen gelagert werden. Um das Ofenfeuer zu entfachten, verwenden die meisten Ofenbesitzer Kleinholz aus Tanne, Kiefer und Fichte, weil diese Holzsorten schnell und gut anbrennen. Um bestmöglich anzubrennen, sollte das Kleinholz immer eine drei- oder viereckige Form haben, weil es auf diese Weise viel schneller das Feuer einfängt als Rundholz.

Video: Stammholz, Scheitholz oder Stückholz – Oder einfach Abfall-Holz

Stammholz, Scheitholz oder Stückholz für den Kamin?
5 (100%) 1 vote
Ähnliche Suchanfragen:
Close