Vordach mit Doppelstegplatten – befestigen und verlegen

Mit dem richtigen Material ist das Bestigen der Doppelstegplatten einfach

Polycarbonat Universal Stegplatten

9.4

GESAMTBEWERTUNG

9.4/10

Positiv

  • UV-stabilisiert / UV-geschützt
  • schlagzäh und robust
  • lange Lebensdauer
  • temperaturbeständig von -40 bis + 120°C
  • arbe: klar; Flächengewicht: 900 g/m²; Lichtdurchlässigkeit: 86%

Negativ

  • keine Bekannt

Zunächst etwas Erklärung zum Material Doppelstegplatten. Diese sind auch unter dem Namen Hohlkammerplatten bekannt und werden für Überdachungen von Hauseingängen und Carports verwendet. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und hoher Beständigkeit kann die Doppelstegplatte sehr lange verwendet werden.

Diese Platten sehen sogar nach längere Zeit gepflegt aus. Sie garantieren eine hohe Lichtdurchlässigkeit und sind stoß- und kratzfest. Selbst bei den verschiedensten Witterungseinflüssen können die Doppelstegplatten nicht beschädigt werden.

Grundsätzlich kann also behauptet werden, dass die Doppelstegplatten sehr beliebt sind. Sie haben ein geringes Gewicht und sind trotzdem belastbar. Sie eignen sich daher auch sehr gut für den Außenbereich.

Was ist bei einem Vordach mit Doppelstegplatten zu beachten?

Doppelstegplatten kann man in einem normalen Online Shop kaufen. Doch sollte man sich vor dem Kauf Gedanken machen, welche Eigenschaften die Doppelstegplatten für das Vordach mitbringen sollen. Schließlich sind diese Platten variabel einsetzbar und sehr widerstandsfähig. Abgesehen von klassischen Überdachungen und Sichtschutz, lassen sich auch Sandwichplatten zur Wärmedämmung verbauen.

Weiterhin sollte man sich die Frage stellen, ob die Doppelstegplatten aus Acrylglas oder Polycarbonat bestehen sollen. Beides sind Kunststoffe, welche sich hervorragend für die Herstellung von Doppelstegplatten eignen. Acrylglas-Doppelstegplatten werden wegen ihrer Lichtdurchlässigkeit sowie der Stabilität sehr geschätzt.

Acrylglas zeichnet sich auch dadurch aus, dass es gut isoliert und lange haltbar ist. Jedoch ist das Gewicht dieses Materials höher als das von Stegplatten, welche aus Polycarbonat bestehen. Weiterhin sind Doppelstegplatten aus Polycarbonat auch günstiger.

Darüber hinaus zeichnen sich diese Platten nicht nur durch eine gute Verarbeitung aus, sondern auch durch ihre Formschönheit. Polycarbonat-Platten sind sehr preiswert und sind in den Maßen 16 mm und weiteren Stärken erhältlich.

Was ist das besondere an klaren Doppelstegplatten?

Doppelstegplatten sind für viele Zwecke geeignet. Wenn es um den Bau eines Vordachs geht, so kann man diese Platten nicht umgehen. Es stellt sich aber immer wieder die Frage, ob sich klare oder milchige Platten eignen.

Das Material bei Doppelstegplatten ist ein wichtigeres Auswahlkriterium. Doppelstegplatten bestehen bekanntlich aus Polycarbonat und Acrylglas. Acrylglas ist auch oft unter dem Namen Plexiglas bekannt. Beide Materialien besitzen natürlich Unterschiede.

Polycarbonat Platten zeichnen sich durch ihre hohe Schlagfestigkeit aus. Sie sind unzerbrechlich. Weitere Eigenschaften von Polycarbonat-Stegplatten sind folgende:

  • Hohe Temperaturbeständigkeit, d. h. -40 bis +115 Grad
  • Sehr flexibel
  • Hohe Witterungsbeständigkeit
  • Sehr leicht
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Somit bieten Doppelstegplatten aus Polycarbonat eine angenehme Lichtstreuung sowie einen hohen UV-Schutz.

Bei Plexiglas-Platten liegt der Vorteil in der glasähnlichen Optik. Die Plexiglas-Doppelstegplatten besitzen eine sehr gute Durchsicht. Sie sind sehr klar und leicht, während Acrylglas-Platten schwer, härter und empfindlicher gegenüber Brüchen sind.

Wenn man nun vor der Wahl steht, ob die Platten milchig oder klar sein sollen, dann muss man sich mit dem Material beschäftigen und auch folgende Punkte berücksichtigen:

  • Reinigungsaufwand
  • Optik
  • Sonnenschutz

Dann ist auch der Reinigungsaufwand zu berücksichtigen. Bei einer klaren Ausführung wird auch eine regelmäßige Reinigung erforderlich. Ansonsten sieht das Vordach nicht mehr so schön aus. Bei der klaren Ausführung liegt der Vorteil darin, dass man eine glasähnliche Optik mit einer hervorragenden Durchsicht hat. Jedoch kann diese bei einer mangelnde Reinigung verloren gehen.

Sicherlich wirken Klarglas-Vordächer viel hochwertiger als die milchigen Ausführungen. Wenn es einem eher um das äußere Erscheinungsbild geht, der wird trotz der Nachteile sich für die klare Version entscheiden.

Darüber hinaus streuen die milchige Varianten das Licht besser. Sie gewährleisten einen natürlichen Sonnenschutz. Besondres im Sommer wird es unter dem Dach auch nicht so heiß. Es kommt zur Bildung eines natürlichen Schattens. Daher ist an dieser Stelle kein Blendschutz notwendig.

Dies heißt aber auch, dass man sich bei der Klarglas-Ausführung um einen Sonnenschutz bemühen muss. Dieser kann ein Sonnensegel oder eine Unterziehmarkise sein.

Wie befestige ich Doppelstegplatten auf einem Vordach richtig?

Zunächst muss man eine Unterkonstruktion bauen. Diese besteht aus Stahl, Aluminium oder verzugsfreiem Holz. Sollte die Unterkonstruktion nicht verzugsfrei sein, so sollte unbedingt ein Schraub- oder Thermoprofil für die Montage verwendet werden. Das Dachgefälle sollte darüber hinaus mindestens 7 Grad betragen.

Ansonsten können die Doppelstegplatten verschmutzen und das Kondenswasser nicht richtig ablaufen. Damit sichergestellt werden kann, dass das Kondenswasser auch richtig abläuft, muss die Doppelstegplatte so ausgerichtet sein, dass die Stegrichtung in die Wasserlaufrichtung zeigt. Die Stegplatten sollten nicht direkt auf Holz gelegt werden. die Unterkonstruktion sollte zuvor mit einem Lack oder einer Holzlasur gestrichen und anschließend getrocknet sein. Dann erste können die Doppelstegplatten draufgelegt werden.

Als Nächstes müssen die Stegplatten gebohrt werden. im Dachbereich müssen die Platten nicht immer gebohrt werden. Jedoch werden eventuell Durchgangs oder Befestigungslöcher benötigt. Bei Doppelstegplatten, welche aus Polycarbonat bestehen, können zum Bohren normale Stahl- oder Kegelbohrer verwendet werden.

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Bei Acrylglas-Stegplatten verwendet man einen Kegelbohrer. Denn Spiralbohrer üben einen zu großen Druck auf den Bohrpunkt aus. Weiterhin sollte man auch drauf achten nicht zu nah am Plattenrand zu bohren. Der Mindestabstand sollte hier 40 mm betragen. Weiterhin sollten die Schraubenlöcher aufgrund der Wärmeausdehnung mindestens 50 Prozent größer gebohrt werden als die Schraubendurchmesser. Somit können sich die Doppelstegplatten auch besser ausdehnen und zusammenziehen. Bei der Bildung von Spänen müssen diese selbstverständlich beseitigt werden. Dazu kann man Druckluft einsetzen.

In einem nächsten Schritt müssen die Stegplatten geschnitten werden. In der Regel werden Doppelstegplatten mit klassischen Werkzeug wie mit einer Stichsäge geschnitten. Man sollte hier darauf achten, dass man Sägeblätter mit feiner Verzahnung verwendet. Während des Sägens können die anfallenden Späne ebenfalls mit Druckluft oder mit einem Staubsauer entfernt werden. Wenn die Doppelstegplatten nicht sofort verbaut werden, dann sollten die offenen Stirnseiten der Platten vor Schmutz verschlossen werden.

Nun werden die Doppelstegplatten vorbereitet. In einem ersten Schritt wird das Kantenabschlussband sowie der Katenschutz auf die Doppelstegplatte angebracht. Dazu sollte man die angebrachten Folien an den offenen Stirnseiten abziehen. Dann klebt man das Kantenabschlussband auf beide Stirnseiten der Stegplatte. Der Kantenschutz sitzt für gewöhnlich sehr straff auf der Doppelstegplatte.

Die wohl einfachste Art den Kantenschutz anzubringen ist das Kantenabschlussband mit etwas Seifenwasser zu beträufeln. Anschließend stellt man die Platte aufrecht und schiebt den Kantenschutz von oben auf die Doppelstegplatte. Alternativ kann man an dieser Stelle auch einen Schonhammer einsetzen. Zum Abschluss muss man auf der Oberseite der Doppelstegplatte einen Silikonnaht an den Kantenschutz entlang ziehen. Dadurch dringt dort kein Wasser ein.

Jetzt sind die Doppelstegplatten auch vorbereitet. Nun muss man sich der Unterkonstruktion widmen. Bei einer aus Stahl oder Aluminium bestehenden Unterkonstruktion müssen die Profile auf dem Sparren bohren. Bei einer Unterkonstruktion aus Holz ist es empfehlenswert die Profile am Boden zu bohren. Dies ist wesentlich einfacher und kann viel schneller vorgenommen werden. Dazu sollte man bei den Schaubprofilen die Deckel und Unterteile zusammenbohren.

Auf diese Weise erhält man die richtige Passgenauigkeit der Bohrungen. Am besten markiert und nummeriert man die ober- und Untereile, welche zusammengehören. Dadurch können Verwechslungen ausgeschlossen werden. Bei den Schraubprofilen können die Profil-Unterteile mit zwei kleinen Schrauben auf dem Sparren der Unterkonstruktion befestigt werden. Sofern die Deckprofile oder Universalprofile eingesetzt werden, so müssen Unterleggummies auf den Sparren der Unterkonstruktion angebracht werden.

Wenn das nun auch erledigt ist, können die Doppelstegplatten verlegt werden. Diese werden jetzt nacheinander auf die Unterkonstruktion gelegt. Am besten ist, wenn man die ersten Platten auflegt und so ausrichtet, dass die Passgenauigkeit beurteilt werden kann.

Wenn die Doppelstegplatten nun richtig ausgerichtet sind, können die Profile festgeschraubt werden. Ist ein Profil mit den ersten Schrauben befestigt ist, kann die Platte sich nicht mehr bewegen. Das Profil kann dann auch bearbeitet werden. Wichtig ist hier einen Abstand von 30 cm zwischen den Schrauben einzuhalten.

Darüber hinaus ist auch darauf zu achten, dass die Doppelstegplatten an der unteren Kante fluchten, bevor das nächste Profil festgeschraubt wird. Schließlich sollte man auch darauf Acht geben, dass die Doppelstegplatten genügend Platz haben sich auszudehnen. Zum Festschrauben der Profile sollte man mit einer Bohle auf das Dach gehen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Doppelstegplatten nicht frei begehbar sind.

Wenn alle Profile festgeschraubt sind, dann müssen nur noch die Aluminiumabschlusswinkel am unteren Ende angebracht werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Stegplatte wegen einer möglichen Wärmedämmung nicht aus dem Profil wandert. Zum Abschluss wird der Wandanschluss befestigt. Dazu sollte man auch geeignete Schrauben und Dübel verwenden. Dieser Wandanschluss muss alle 40 cm befestigt werden. Die Fugen, welche zwischen Wand und Wandanschluss entstehen, werden nach diesem Vorgang mit Silikon abgedichtet.

Vordach mit Doppelstegplatten – befestigen und verlegen
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