Welche Dübel für Rigipswand verwenden

Fischer RED-Box mit DUOPOWER und Schrauben

9.7

Gesamtbewertung

9.7/10

Positiv

  • Beste Lastwerte & intelligente Funktion
  • Ein Dübel für alle Baustoffe
  • Absolut leistungsstark
  • Geeignet für Gipskarton, Gipsbau und -faserplatten, Hohldecken
  • viele positvie Kundenbewertungen

Negativ

  • keine Bekannt

Eine Wand aus Gipskarton scheint auf den ersten Blick keine besonders gute Basis für das Setzen von Dübeln zu sein. Immerhin sind Rigipswände nicht sonderlich stabil: Obwohl sie mit Fasern oder Zwischenlagen aus Papier versehen sind, haben sie doch eine recht empfindliche Struktur. Sobald eine Rigipswand angebohrt wurde, neigt die Bohrung direkt zum Ausbrechen. Es gibt allerdings verschiedene Methoden, wie sich eine Rigipswand trotz dieser eigentlich eher schlechten Voraussetzungen als Grundlage für verschiedene Arten der Befestigung nutzbar machen lässt.


Wie befestige ich etwas an einer Rigipswand?

Im Prinzip gibt es an jeder Wand, ganz unabhängig von ihrer individuellen Beschaffenheit, nur eine Methode, um Dinge gut an ihr zu befestigen: Man muss eine Schraube oder einen Nagel mit in die Wand treiben. Anschließend muss die Schraube oder der Nagel natürlich eine ausreichende Stabilität aufweisen.

Nägel bieten sich daher generell nur an, wenn es sich entweder um eine hölzerne Wand handelt oder nur vergleichsweise leichte Gegenstände (zum Beispiel Spiegel oder Wandbilder im kleineren Format) daran befestigt werden sollen. Verschraubungen sind generell stabiler und daher eher zu empfehlen, wenn die Befestigung größere Lasten tragen muss. In einer Holzwand findet eine Schraube in der Regel selbst ausreichend viel Halt. Bei nahezu allen anderen Materialien ist es notwendig, einen passenden Dübel zu verwenden.

Ein solcher Dübel muss bei einer Rigipswand besondere Anforderungen erfüllen, denn ein klassischer Spreizdübel, wie man ihn etwa bei einer gemauerten Wand verwenden würde, könnte hier in vielen Fällen einfach herausbrechen.

Eine Ausnahme ist gegeben, wenn die Rigipswand nur die äußerste Wandschicht bildet, sich dahinter aber eine gemauerte Struktur oder ein hölzerner Hintergrund verbergen. In solchen Fällen dient die Rigipswand für den Dübel nicht als Träger, sondern nur als Fassade. Der Dübel greift also erst dahinter und kann der Struktur und Stabilität des Gipskartons nichts anhaben.

In bestimmten Fällen kann man auch Dinge an einer Rigipswand befestigen, indem man sie festklebt. Dafür gibt es entweder spezielle Klebestrips, wie man sie beispielsweise von der Rückseite der Handtuchhaken im Bad kennt. Alternativ kann man im Handel aber auch speziellen Kleber bekommen, der dort bereits unter Stichworten wie „kleben statt bohren“ angeboten wird. Oft werden diese Produkte auch als extrem belastbar und tragfähig angepriesen. In der Praxis zeigt sich aber, dass diese hohe Tragfähigkeit nur selten erreicht werden kann. Außerdem hängt sie immer auch von der Tragfähigkeit der Wand ab – und die ist bei Gipskarton geringer als bei den meisten anderen Wänden.

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Universaldübel für Gipskarton richtig anwenden

Zuerst muss geklärt sein, wie tragfähig die Verschraubung sein muss. Eine Schraube, die einen kleinen Spiegel tragen soll, muss also andere Anforderungen erfüllen als eine, an der später das Waschbecken befestigt wird. Auf der Packung der Universaldübel findet man alle notwendigen Angaben von der Größe der Dübel und der dafür verwendbaren Schrauben bis hin zur Belastbarkeit.

Wenn all diese Aspekte beachtet wurden, muss die Bohrung in die Wand unbedingt so präzise wie nur möglich gesetzt werden. Anschließend kann der Dübel in die Bohrung passgenau eingesetzt werden. Der Universaldübel ragt also in den hinter der Rigipswand befindlichen Hohlraum hinein. Wird nun die Schraube in den Dübel gedreht, verknotet sich der hintere Teil des Dübels regelrecht an der Rückseite der Wand, während die Spitze der Schraube darüber hinaus in den Hohlraum ragt. Auf diese Weise kann eine Schraube sicher und stabil platziert werden. Allerdings liegt die Tragfähigkeit des Universaldübels nur bei wenigen Kilogramm.

Wie Gipskartondübel aus Kunststoff oder Metall richtig verwenden

Gipskartondübel aus Kunststoff oder Metall besitzen ein recht ausladendes Gewinde, das sich regelrecht in das Material der Platte hineinschneidet und dem Dübel auf diese Weise eine höhere Stabilität verleiht, als sie zum Beispiel bei Universaldübeln gegeben ist. Wichtig ist allerdings, dass sich hinter der Gipskartonwand ein Hohlraum befindet, in den die Spitze des Gipskartondübels hineinragen kann. Andernfalls kann der Dübel nicht gut gesetzt werden, sondern bricht bereits bei diesem Versuch komplett aus.

Einige Gipskartondübel aus Kunststoff oder Metall können von Hand in die Platte geschraubt werden, nachdem man an der entsprechenden Stelle vorgebohrt hat. Viele Hersteller liefern aber auch einen speziellen Aufsatz für den Akkuschrauber mit, auf den der Gipskartondübel aufgesteckt wird. Dieser Aufsatz sorgt einerseits für die Bohrung in der Wand und dient dem Gipskartondübel außerdem als Führung.

So können beide Arbeitsschritte in einem vorgenommen werden. Wichtig ist aber, hier mit etwas Fingerspitzengefühl vorzugehen: Wer den Dübel mit Vollgas und großer Kraft in die Platte schraubt, der riskiert ebenfalls ein Herausbrechen des Materials – mit dem Ergebnis, dass der Gipskartondübel keinen Halt mehr findet.

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Wann und wie Hohlraumdübel aus Metall richtig setzen

Ein Hohlraumdübel aus Metall unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Dübelarten – nicht nur im Hinblick auf das Material. Auch die Anwendung ist beim Hohlraumdübel aus Metall anders, als man es von anderen Dübeln her kennt. Es lohnt sich also, den Metallhohlraumdübel etwas näher zu betrachten, zumal dieser in Sachen Kraft und Stabilität das Feld weit anführt.

Nicht nur durch sein Material steht der metallische Hohlraumdübel für Stabilität. Auch seine Technik ist recht genial: Wenn die Schraube in den Dübel gedreht wird, spreizt sich der Dübel im hinter der Rigipswand liegenden Hohlraum auseinander, wodurch er Halt von gleich mehreren Seiten bekommt. Das Ergebnis ist ein Höchstmaß an Stabilität.

Zur Anwendung: Zuerst wird das Loch gebohrt. Anschließend wird der Dübel samt Schraube in das Loch gesteckt. Die Schraube wird allerdings nur ein Stück weit hereingedreht. Mit der speziell dafür vorgesehenen Zange wird dann an der Spitze der Schraube gezogen, sodass sich der Dübel im hinteren Teil aufspreizen kann. Jetzt sitzt der Dübel fest und die Schraube kann weiter eingeschraubt werden.

Was ist das Besondere am Kippdübel für Rigips?

Die Besonderheit des Kippdübels beziehungsweise Federklappdübels ist rasch erklärt. Im Gegensatz zu einem Dübel anderer Bauform besitzt der Federklappdübel keine Röhre, sondern besteht im Prinzip nur aus einer Schraube, an deren hinterem Ende zwei nach außen klappbare Flügel sitzen. Diese Flügel klappen sich im Hohlraum hinter der wand oder der Decke auf, um der Schraube durch die vergleichsweise große Auflagefläche einen recht großen Halt zu verleihen.

Die Montage ist recht einfach: Zuerst wird ein Loch gebohrt, durch welches die Schraube samt eingeklappten Flügeln hindurch passt. Anschließend kann der Dübel bereits platziert werden: Die Schraube wird mitsamt den Flügeln durch das Loch geschoben. Sobald man dabei die beiden Flügel loslässt, spreizen sich diese auseinander und sorgen für den entsprechenden Halt. Das die Schraube umgebende Loch kann ggf. noch etwas zugespachtelt werden, um eine schönere Optik zu erreichen.


Fazit: Wie bekomme ich Dübel aus Rigipswand?

Es kann notwendig werden, einmal in der Rigipswand platzierte Dübel wieder zu entfernen. Dabei muss allerdings unbedingt auf die Art des Dübels geachtet werden.

  • Hohlraumdübel aus Metall lassen sich herausziehen, indem die darin befindliche Schraube etwas gelöst wird. Anschließend schlägt man die Schraube wieder mit dem Hammer in den Dübel, wodurch sich dieser im hinteren Ende wieder einfaltet. Anschließend kann er einfach herausgezogen werden.
  • Federklappdübel (Kippdübel) können nur teilweise entfernt werden, indem man einfach die Schraube herausdreht. Dabei fällt der Federmechanismus (die beiden hinter der Wand befindlichen Flügel) in den Hohlraum hinter der Wand.
  • Gipskartondübel hingegen würden der Rigipswand einen erheblichen Schaden zufügen, würde man sie einfach wieder herausdrehen. Daher werden diese Dübel zumeist in der Wand belassen. Wenn sie die Optik stören, können sie an der Innenseite kaschiert werden, indem man sie etwa zuspachtelt oder hinter Tapete oder Fliesen verschwinden lässt.

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